1. FC Nürnberg: Sercan Sararer und Raphael Holzhauser im Visier? – Duo des VfB Stuttgart unter Beobachtung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 21.10.14 | 16:54

In den zurückliegenden Monaten nach dem achten Abstieg aus der Bundesliga hat der Kader des 1. FC Nürnberg ein nahezu komplett neues Gesicht bekommen, wobei längst nicht alle Neuen wie beispielsweise Dave Bulthuis oder Peniel Mlapa bislang die Erwartungen erfüllen konnten.

Daher besteht auch jetzt im Aufgebot des Club noch Optimierungsbedarf, was angesichts von nur elf erzielten Toren vor allem für die Offensive gilt. Bislang präsentiert sich einzig Alessandro Schöpf richtig torgefährlich und mit Abstrichen vielleicht noch Daniel Candeias und Jakub Sylvestr. Im Spiel nach vorne besteht daher noch reichlich Luft nach oben, wobei den bisherigen Eindrücken zufolge fraglich erscheint, ob die Probleme mit den vorhandenen Akteuren behoben werden können.

Daher verwundert es nicht, dass die Verantwortlichen des FCN die Augen offen halten und mit Blick auf mögliche Verstärkungen in der Winterpause den Markt sondieren. Laut den „Stuttgarter Nachrichten“ soll der Club in diesem Zusammenhang ein Auge auf Sercan Sararer und Raphael Holzhauser geworfen haben, die beide beim VfB Stuttgart wohl keine große Zukunft mehr haben. Wie Vertreter des FC St. Pauli waren demnach auch Scouts aus Nürnberg Zeuge des 5:1-Erfolges des VfB Stuttgart II im kleinen Derby gegen die Stuttgarter Kickers und sahen starke Leistungen von Holzhauser und Sararer.

Bei Holzhauser ist klar, dass der Abschied aus Stuttgart bevorsteht, hat doch keine Seite großes Interesse, die bis 2015 datierte Zusammenarbeit fortzusetzen. Gibt es im Winter ein passendes Angebot, wird der Mittelfeldspieler laut seinem Berater Alexander Sperr schon dann wechseln. Der 21 Jahre alte Österreicher ist eine Art Spielmacher, stark bei Standardsituationen und stünde den meisten Zweitligisten sicher gut zu Gesicht. Dass für den im Sommer auch mit dem 1. FC Kaiserslautern in Verbindung gebrachten Holzhauser im Nürnberger Mittelfeld Platz wäre, ist allerdings eher unwahrscheinlich, ist auf dieser Position doch mit Schöpf ein anderer Österreicher gesetzt.

Der ehemalige Fürther Sararer, der in Stuttgart nie Fuß fassen konnte, wäre als Links- oder wahlweise auch Rechtsaußen dagegen ein mögliches Pendant zu Candeias und hätte das Potential, das Flügelspiel zu forcieren. Zudem ist der 24-Jährige gebürtiger Nürnberger und würde wohl nur wenig Eingewöhnungszeit brauchen. Sararers Vertrag läuft zwar noch bis 2017, doch trotz seiner zuletzt ansprechenden Leistungen in der 3. Liga wird der VfB dem dribbelstarken Offensivmann wohl keine Steine in den Weg legen.

Ob der Club sich tatsächlich um Sararer oder womöglich auch Holzhauser bemühen wird, dürfte maßgeblich vom Verlauf der nächsten Wochen abhängen. Kommt Trainer Valerien Ismael zu der Aufassung, dass einer der beiden die Mannschaft deutlich verstärken würde, wären die finanziellen Mittel für die Verpflichtung nach den Transfereinnahmen im Sommer durchaus vorhanden.