1. FC Nürnberg: Torgefahr dringend benötigt

Club 2018/19 mit der mit Abstand schwächsten Bundesliga-Offensive

Mikael Ishak

War zusammen mit Hanno Behrens mit vier Treffern bester Nürnberger Torschütze: Mikael Ishak. © imago images / Claus Bergmann

Über die Gründe für den direkten Wiederabstieg des 1. FC Nürnberg wurde in den vergangenen Wochen ausreichend diskutiert. Dass der Trainerwechsel von Michael Köllner zu Boris Schommers zu spät erfolgt ist und dass die Qualität des Kaders schlichtweg nicht ausreichend war, sind zwei immer wieder angeführte Aspekte.

Ändern lässt sich an der Vergangenheit freilich nichts mehr. Vielmehr gilt es für die neuen Verantwortlichen um Sportvorstand Robert Palikuca und Trainer Damir Canadi die Voraussetzungen zu schaffen, um in der neuen Saison wieder erfolgreicher zu sein und vorne mitmischen zu können.

Dafür wird es zwingend nötig sein, die Torgefahr im Kader zu erhöhen. Denn die 26 in der abgelaufenen Spielzeit erzielten Tore waren der mit Abstand schwächste Wert der Bundesliga. Und nun verlassen mit Matheus Pereira (von Sporting Lissabon ausgeliehen) sowie Eduard Löwen (wohl zum FC Augsburg) noch zwei Spieler, die jeweils immerhin dreimal getroffen haben, den Verein.

Ein Torgarant ist nicht drin

Mit Felix Lohkemper wurde nun bereits ein neuer Stürmer verpflichtet. Die Bilanz des 24-Jährigen von sechs Toren und drei Vorlagen in 29 Spielen für den 1. FC Magdeburg ist allerdings nicht dazu angetan, in Lohkemper einen neuen Torjäger zu sehen. Lohkemper, der sowohl zentral als auch auf dem Flügel einsetzbar ist, könnte aber seinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beitragen.

Ohnehin wird der Club seine Tore wie im Aufstiegsjahr 2017/18 wohl wieder auf mehrere Schultern verteilen müssen, gibt das vorhandene Budget doch die Verpflichtung eines Torgaranten wie es die Kölner Simon Terodde (29 Tore) und Jhon Cordoba (20) zuletzt waren, kaum her.

Mit Hanno Behrens und Mikael Ishak zählen die beiden mit je vier Treffern besten Torschützen der abgelaufenen Spielzeit natürlich wieder zu den Hoffnungsträgern. Ishak steuerte zum Aufstieg 2017/18 zwölf Treffer bei und Kapitän Behrens war aus dem Mittelfeld heraus sogar 14 Mal erfolgreich.

Während im Angriff neben Ishak und Lohkemper auch Adam Zrelak, der noch bis in den Herbst hinein mit einem Kreuzbandriss ausfällt, sowie Federico Palacios und Törless Knöll das eine oder andere Tor zuzutrauen ist, wäre es wichtig, die Torgefahr aus den hinteren Reihen zu erhöhen. Aktuell fehlt neben Behrens insbesondere ein Spieler wie Kevin Möhwald, der zum Aufstieg noch sieben Treffer beisteuerte, um dann zu Werder Bremen zu wechseln.

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