1. FC Nürnberg: Vertragauflösung oder Tribüne? – Entscheidung liegt bei Raphael Schäfer

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 09.10.14 | 07:28

Nach den beiden Spielen ohne Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:2) und beim VfL Bochum (1:1) ist die Stimmung rund um den 1. FC Nürnberg wieder deutlich besser geworden. Mittlerweile wird hinter vorgehaltener Hand sogar wieder von einer Aufholjagd und der direkten Rückkehr in die Bundesliga gesprochen. Gänzlich unmöglich ist ein solches Szenario ja auch nicht, schließlich hat der Club im Moment sogar einen Punkt mehr auf dem Konto als der SC Paderborn nach neun Spieltagen der Vorsaison. Und wo die Ostwestfalen mittlerweile spielen, ist hinlänglich bekannt.

Schon am Freitag in einer Woche hat Nürnberg die Möglichkeit, den Rückstand auf einen Konkurrenten im Rennen um den Aufstieg zu verkürzen, wenn RB Leipzig seine Visitenkarte im Frankenland abgibt. Dann wird vorbehaltlich einer Verletzung wieder Patrick Rakovsky im Tor des FCN stehen und Samuel Radlinger wird als Ersatzkeeper auf der Bank Platz nehmen. Die beiden 21-Jährigen bilden seit der Partie gegen Kaiserslautern das Torwartgespann von Trainer Valerien Ismael, woran sich auch nichts mehr ändern wird.

Routinier Raphael Schäfer, der lange Jahre nicht nur die Nummer eins, sondern auch Kapitän war, ist seit einem Gespräch mit Ismael und Sportvorstand Martin Bader am vorvergangenen Wochenende außen vor und nur noch Torwart Nummer drei. Wie lange Schäfer diese Rolle einnimmt, liegt letztlich bei ihm. Wie der „Kicker“ berichtet, hat die Vereinsführung dem 35-Jährigen im Wesentlichen zwei Optionen aufgezeigt. Die erste ist eine Auflösung seines noch bis 2016 laufenden Vertrages, die Schäfer mit einer Abfindung versüßt werden müsste. Und die zweite Alternative ist, den Vertrag auszusitzen sowie ohne reelle Einsatzchance mit der Mannschaft zu trainieren.

Noch ist offen, wie sich Schäfer entscheiden wird. Dass der als sehr ehrgeizig bekannte Keeper knapp zwei Jahre lang jedes Wochenende auf der Tribüne Platz nehmen wird, ist aber kaum zu erwarten. Nicht auszuschließen, dass letztlich die Konditionen einer möglichen Vertragsauflösung den Ausschlag geben.