1. FC Nürnberg: Vertragsauflösung mit Raphael Schäfer? – Auch Dave Bulthuis ohne Zukunft beim Club?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 06.10.14 | 06:49

Nach dem 1:1 beim VfL Bochum am Freitagabend hat Trainer Valerien Ismael die Gewissheit, dass er seine Arbeit beim 1. FC Nürnberg in den kommenden beiden, spielfreien Wochen einigermaßen in Ruhe machen kann. Zumindest, was seine eigene Position betrifft, denn generell von Ruhe kann rund um den Valznerweiher trotz der vier Punkte aus den vergangenen beiden Partien noch nicht gesprochen werden.

Dafür sorgen schon alleine zwei Personalien, die seit Tagen heiß diskutiert werden. In erster Linie ist natürlich immer noch die Degradierung der langjährigen Nummer eins Raphael Schäfer vom Stammtorwart zum dritten Keeper, der im Regelfall nicht einmal mehr auf der Bank sitzt, ein Thema. Der 35-Jährige, der noch einen gut dotierten Vertrag bis 2016 besitzt, wird sich freilich kaum auf Dauer damit begnügen zu trainieren und am Wochenende auf der Tribüne Platz zu nehmen. Weil auch die Club-Verantwortlichen um das Konfliktpotential wissen und richtig in die Bredouille geraten dürften, sollte Schäfer-Nachfolger Patrick Rakovsky patzen, haben nach Informationen des „Kicker“ bereits Gespräche mit mit Routinier stattgefunden. Der Verein hat Schäfer demnach einige Varianten in Sachen weiterer Vorgehensweise dargelegt. Laut „Kicker“ soll sich eine Auflösung des noch gut eineinhalb Jahre gültigen Arbeitspapieres anbahnen, was für den FCN indes kaum ohne satte Abfindung möglich sein dürfte.

Zweiter Brennpunkt ist der erst im Sommer für knapp eine Million Euro vom FC Utrecht gekommene Dave Bulthuis, der sportlich nicht überzeugte und sich letzte Woche offenbar nicht zum ersten Mal einen Disput mit Trainer Ismael leistete. Der Niederländer wurde folgerichtig in die zweite Mannschaft verbannt und trainiert bis auf Weiteres auch nicht mehr mit den Profis. Ob es für den 29-Jährigen noch eine Rückkehr gibt, ist derzeit sehr fraglich. Vor allem liegt es an Bulthuis selbst, wie Sportvorstand Martin Bader in „Bild“ nochmals betonte: „Er muss Demut zeigen und um eine zweite Chance bitten. Fußball ist ein Teamsport und es geht auch um Respekt vor den Kollegen und dem Trainerteam…“ Dass Bulthuis dazu bereit ist oder schon im Winter die Flucht antritt, erscheint im Moment beides möglich.