1. FC Nürnberg: Vieles spricht für Alois Schwartz

Ablöse wohl die letzte Hürde

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.20 | 08:13
Alois Schwartz und Dirk Schuster

Alois Schwartz (l.) wird wohl neuer Trainer des 1. FC Nürnberg. ©Imago

Zwei Tage sind es noch bis der 1. FC Nürnberg am Montag in die neue Saison startet. Wer dann die erste Übungseinheit der Franken leiten wird, ist noch offen. Es deutet sich aber an, dass vielleicht doch nicht Co-Trainer Manuel Klökler als Interimscoach fungieren wird. Klökler, der das Angebot von Rene Weiler, ihn zum RSC Anderlecht zu begleiten, abgelehnt hat, könnte schon am Montag erstmals unter seinem neuen Chef arbeiten.

Denn es verdichten sich die Anzeichen dafür, dass der Club Alois Schwartz vom SV Sandhausen loseisen wird. Nachdem auch andere Optionen wie Holger Stanislawski und Uwe Rösler geprüft wurden und sogar Spekulationen um Lothar Matthäus die Runde machten, haben die Nürnberger Verantwortlichen um den federführend mit der Trainersuche beauftragen Sportvorstand Andreas Bornemann laut den „Nürnberger Nachrichten“ die Bemühungen um Schwartz intensiviert.

Schnelle Entscheidung ist sicher

Eine Einigung soll schon am Freitagabend in Reichweite gewesen sein, wurde aber noch nicht final erzielt. Möglich aber, dass am heutigen Samstag Vollzug gemeldet wird. Vor allem auch deshalb, weil Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“ eine klare zeitliche Vorgabe gemacht hat.

„ Dann bleibt er unser Trainer für die gesamte Saison. ”
Jürgen Machmeier

Sofern Schwartz am Sonntag den Trainingsauftakt in Sandhausen leitet, „bleibt er unser Trainer für die gesamte Saison.“ Davon ist aber eher nicht mehr auszugehen. Letzte Hürde in den Gesprächen zwischen beiden Vereinen ist die Höhe der Ablöse, auf die der SVS aufgrund eines bis 2018 laufenden Vertrages natürlich pocht.

Nachdem Machmeier bereits vor einigen Tagen erklärt hat, Schwartz „nicht für nur 400.000 Euro“ ziehen lassen zu wollen, muss der Club wohl einen Großteil der für Weiler erhaltenen Ablöse von 700.000 Euro reinvestieren. Da Bornemann nicht nur die beste Lösung finden, sondern auch nicht am falschen Ende sparen will, wird der FCN letztlich wohl den entscheidenden Schritt auf Sandhausen zugehen.