1. FC Nürnberg vs. Eintracht Frankfurt

Prognose, Quoten & Tipp zum Spiel am 23.05.2016

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 09:36
Rettet Schäfer wieder gegen Gacinovic? Unser Tipp: Nürnberg gewinnt gegen Frankfirt

Top-Rückhalt. Mit zahlreichen Paraden rettete Raphael Schäfer dem Club im Hinspiel das 1:1. ©Imago

90 oder vielleicht auch 120 Minuten mit eventuellem Elfmeterschießen sind es noch, bis die 18 Mannschaften der Bundesliga-Saison 2016/17 komplett sind. Um den letzten freien Platz duellieren sich der 1. FC Nürnberg und Eintracht Frankfurt am Montagabend im Nürnberger Grundig-Stadion, wo nach dem 1:1 vom Donnerstag in Frankfurt der gastgebende Club leichte Vorteile hat, wo aber gleichzeitig auch noch alles offen ist. Für die Liga-Zwei.de-User ist der FCN indes klarer Favorit. 71% votierten für ein Weiterkommen der Franken (hier geht’s zur Umfrage).

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Von der Partie am Montagabend hängt für beide Vereine, die als Zweitligist mit deutlich geringerem Budget auskommen müssten als im Oberhaus, sehr vieles ab. Entsprechend angespannt, aber auch stimmungsvoll wird die Atmosphäre im restlos ausverkauften Rund sein, in dem wohl mindestens 5.000 Anhänger aus Frankfurt ihre Eintracht zum Klassenerhalt schreien wollen. Dafür muss die Eintracht aber mindestens ein Tor erzielen, gilt doch in der Relegation die aus dem Europapokal bekannte Auswärtstorregelung, dank der Nürnberg ein torloses Remis zum Aufstieg reichen würde. Davon, dass der Club auf 0:0 spielt, sollte man indes nicht ausgehen.

Eintracht im Hinspiel besser

Nach drei Siegen an den Spieltagen 31 bis 33 hat es die zuvor von vielen Beobachtern schon abgeschriebene Eintracht am letzten Spieltag verpasst, mit einem Unentschieden beim SV Werder Bremen den Klassenerhalt auf direktem Weg perfekt zu machen. Dass das entscheidende Gegentor zum Bremer 1:0-Sieg drei Minuten vor Schluss fiel, war extrem bitter, hat aber nicht wirklich Spuren hinterlassen. Denn auch wenn es nicht zum Sieg reichte, war Frankfurt im Hinspiel gegen Nürnberg über weite Strecken die bessere Mannschaft, belohnte sich für den betriebenen Aufwand allerdings nicht.

18 Spieltage lang war der 1. FC Nürnberg ungeschlagen geblieben, ehe ausgerechnet gegen das zuvor auswärts sieglose Schlusslicht MSV Duisburg Anfang April zu Hause mit 1:2 verloren wurde. Und mit dieser Niederlage war die Selbstverständlichkeit der Wochen zuvor erst einmal weg. Es folgten in den anschließenden drei Partien zwei weitere Niederlagen, bevor an den letzten beiden Spieltagen gegen den FC St. Pauli und beim SC Paderborn (jeweils 1:0) wieder Selbstvertrauen getankt wurde. In Frankfurt musste man aufgrund der klar für die Eintracht sprechenden Spielanteile und eines Führungstores ohne echte Chance mit dem Remis sehr zufrieden sein.

Club mit unveränderter Startelf?

Nürnbergs Trainer Rene Weiler kann im Vergleich zum Hinspiel auf das gleiche Personal bauen und hat abgesehen von den Langzeitverletzten Jan Polak, Patrick Erras und Junior Mössmer alle Mann an Bord, nachdem sich der zuvor wegen Achillessehnenproblemen ausgefallene Sebastian Kerk am Donnerstag einsatzbereit gemeldet hatte.

Obwohl durchaus Alternativen vorhanden wären, wäre es keine Überraschung, würde Weiler der gleichen Startelf erneut sein Vertrauen schenken. Rurik Gislason und Danny Blum auf den offensiven Außenbahnen wären andernfalls wohl die ersten Kandidaten, die ins Team rutschen könnten.

Weil Nürnberg zunächst abwartend agieren kann, ist allerdings eher nicht davon auszugehen, dass der Club offensiver agiert als in Frankfurt. Die relativ defensive Doppelsechs mit Ondrej Petrak neben Hanno Behrens ist somit erneut zu erwarten, während offensivere Varianten mit Kevin Möhwald oder auch Tim Leibold neben Behrens wohl für den Fall eines Rückstandes in der Hinterhand bleiben.

Zambrano für Unglücksrabe Russ

Vor dem Hinspiel am Donnerstag sorgte die Nachricht von der Tumor-Erkrankung von Marco Russ bei Eintracht Frankfurt dafür, dass der Sport erst einmal in den Hintergrund rückte. Dass sich Russ dennoch in den Dienst der Mannschaft stellte, ein unglückliches Eigentor fabrizierte und sich zudem die zehnte gelbe Karte abholte, machte die Frage nach der Figur des Spiels überflüssig.

In Nürnberg wird Russ nun allerdings gelbgesperrt fehlen und aller Voraussicht nach in der Innenverteidigung von Carlos Zambrano vertreten, dessen Aufstellung indes nicht die einzige Veränderung bleiben dürfte.

So ist mit Änis Ben-Hatira in der Startelf zu rechnen, der auf dem linken Flügel beginnen dürfte. Mijat Gacinovic, der sich nicht nur wegen seines Tores für eine erneute Nominierung von Anfang an empfohlen hat, könnte ins Zentrum rücken, wo Alexander Meier hinter Haris Seferovic blass blieb. Ob der Routinier, dem die lange Verletzungspause anzumerken war, wieder von Beginn an ran darf oder als Joker auf der Bank Platz nimmt, ist offen.  Weil die Eintracht aber ein Tor erzielen muss, dürfte die Tendenz zu Meier gehen, wodurch Seferovic die Reservistenrolle droht.

Es sei denn, Trainer Niko Kovac stellt Ben-Hatira oder Gacinovic für den im Hinspiel ebenfalls schwachen Stefan Aigner auf die rechte Seite. Dann könnte Seferovic als Linksaußen agieren. Eine weitere Möglichkeit: Ben-Hatira und Gacinovic bilden die Flügelzange, während Marc Stendera als Zehner hinter Meier ins Team rückt.

Wett Tipps zum Spiel

Grundsätzlich ist die Partie sehr schwer vorherzusagen. Doch weil Nürnberg den eigenen Anhang im Rücken hat, zu Hause in der 2. Bundesliga eine Macht war und sich die Eintracht auf der anderen Seite sehr schwer damit tut, gegen einen kompakt stehenden Gegner Chancen zu kreieren, glauben wir, dass sich der Club auch dank des guten Hinspiel-Ergebnisses durchsetzen wird. Bet3000 bietet eine Spezialwette mit der Quote 1,70 auf den Relegations-Sieger Nürnberg an.

Inklusive dem Hinspiel hat Nürnberg in den letzten drei Spielen nur ein Gegentor zugelassen und die Frankfurter Gegner durften in den jüngsten drei Begegnungen auch nur zweimal jubeln. Weil vor allem Nürnberg sicher nicht bedingungslos stürmen wird, wären torreiche 90 Minuten eher eine Überraschung, weshalb eine Wette mit der Quote 1,80 auf Under 2,5 aus unserer Sicht nicht die schlechteste Wahl ist.

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go und in der ARD (Anstoß: Montag, 20.30 Uhr)

Aktuelle Quoten

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