1. FC Nürnberg: Was machen die Leihspieler?

Fünf von sechs Akteuren kehren im Sommer 2020 zurück

Simon Rhein

Simon Rhein (l.) zählt in Würzburg zu den Stammkräften. © imago images / hmb media

26 Profis hat der 1. FC Nürnberg ab dem 1. Juli bereits unter Vertrag und damit im Kader nach jetzigem Stand nicht allzu viele Freiräume, um dem Kader frisches Blut zuzuführen. Dafür freilich könnten zumindest teilweise gleich fünf derzeit verliehene Spieler sorgen, die voraussichtlich im Sommer zurückkehren werden. Jakov Medic, der für den SV Wehen Wiesbaden immerhin elf Zweitliga-Spiele bestritten hat, wurde derweil für zwei Spielzeiten verliehen und wird erst 2021 zurück am Valznerweiher erwartet.

Ebenfalls an Zweitliga-Rivale Wehen Wiesbaden verliehen ist Angreifer Törles Knöll, der es sogar auf zwölf Partien bringt, allerdings nur einmal von Beginn an ran durfte. Bei jenem Startelfeinsatz traf der 22-Jährige kurz vor Weihnachten prompt zum goldenen 1:0 im Kellerduell beim Karlsruher SC, musste im neuen Jahr aber dennoch wieder mit der Rolle als Joker vorlieb nehmen. Als solcher war Knöll überdies beim 1:1 gegen den Hamburger SV mit dem Last-Minute-Ausgleich erfolgreich.

Erst im Winter hat Ondrej Petrak Nürnberg den Rücken gekehrt und kämpft seitdem mit Dynamo Dresden um den Klassenerhalt. Der 28-jährige Tscheche, den Dynamo per Kaufoption fest verpflichten könnte, kam nach seinem Wechsel in allen sieben Spielen zum Einsatz, davon viermal in der ersten Elf. Im defensiven Mittelfeld aufgeboten deutete der erfahrene Petrak dabei mehr als nur an, zu einem wichtigen Stabilisator werden zu können.

Kaum Spielpraxis für Kevin Goden

Mit Kevin Goden und Simon Rhein unternehmen unterdessen zwei junge Spieler den Versuch, eine Klasse tiefer Spielpraxis zu sammeln. Im Falle von Außenbahnspieler Goden haben sich diese Hoffnungen allerdings nicht erfüllt. Für Eintracht Braunschweig bringt es der 21-Jährige bislang nur auf fünf Einsätze und stand nach der Winterpause sogar nur einmal im Spieltagskader.

Deutlich positiver verläuft das Intermezzo von Rhein bei den Würzburger Kickers. Das Mittelfeldtalent entschloss sich erst Anfang September zum Schritt nach Würzburg und stand seitdem in allen 20 Ligaspielen der Kickers auf dem Platz. Bei zwei Einwechslungen lief der 21-Jährige 18 Mal sogar von Beginn an auf und zählt bei den Unterfranken damit klar zu den Stammkräften. Trotz vornehmlich defensiver Aufgaben im Mittelfeldzentrum stehen für Rhein ein Tor und vier Vorlagen zu Buche.

In der polnischen Heimat versucht sich derweil Dominik Steczyk daran, die nächsten Schritte im Profifußball zu machen. Der 20 Jahre alte Angreifer kam in der polnischen Ekstraklasa bis Weihnachten im Trikot von Piast Gliwice immerhin auf 13 Einsätze, durfte allerdings nur zweimal von Beginn an ran und blieb ohne Torbeteiligung. Im Jahr 2020 war Steczyk bis zur Corona-Pause verletzungsbedingt zum Zuschauen verurteilt und wird möglicherweise ähnlich wie Goden ohne Rhythmus nach Nürnberg zurückkehren.