1. FC Nürnberg: Was wurde aus den Abgängen 2020?

So läuft es für Ishak, Medeiros und Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 04.11.2020 | 15:39
Patrick Erras beim 1. FC Nürnberg

Patrick Erras hat derzeit in Bremen einen schweren Stand. ©Imago images/foto2press

Frust herrschte beim 1. FC Nürnberg aufgrund des fragwürdigen Elfmeters, der zur 2:3-Niederlage in Braunschweig führte. Mit nur einem Sieg aus sechs Spielen wird der Club den eigenen Ansprüchen bislang nicht gerecht. Läuft es für die Sommer-Abgänge besser? Wir haben uns schlau gemacht:

Patrick Erras:
Eine wahre Hängepartie entwickelte sich beim Nürnberger Eigengewächs im Sommer, bis letztlich doch Werder Bremen zuschlug. Dort spielt Erras bis auf einen 45-minütigen Einsatz im DFB-Pokal allerdings keine Rolle. Zuletzt fiel er verletzungsbedingt aus, ist mittlerweile aber wieder zurück im Training. Im Mittelfeld-Zentrum baut Florian Kohfeldt auf andere Akteure. Auch für einen weiteren Ex-Clubberer, Kevin Möhwald, bleibt so nur die Rolle des Ergänzungsspielers.

Mikael Ishak:
Der Angreifer war zunächst nicht zu stoppen. Mit drei Toren schoss er Lech Posen in der Quali in die Europa League, wo er am ersten Spieltag zweimal gegen Benfica einnetzte. In Polens erster Liga brachte Ishak den Ball in den ersten drei Partien viermal im gegnerischen Gehäuse unter. Seine Torquote konnte er gegenüber den letzten beiden Spielzeiten beim Club also deutlich steigern. Allerdings herrscht momentan Ladehemmung: An den letzten vier Liga-Spieltagen trug sich Ishak nicht in die Torschützenliste ein.

Iuri Medeiros:
Nach Braga verliehen läuft es für Medeiros rund. An den letzten vier Spieltagen stand der Offensivmann in der Startelf, Braga gewann jedes dieser Spiele wozu Medeiros ein Tor und eine Vorlage beitrug. In der Europa League kam der 26-Jährige zweimal zum Einsatz und auch dort setzte der portugiesische Pokalsieger von 2016 seine Siegesserie fort.

Ondrej Petrak:
Eine neue Herausforderung suchte der Mittelfeldmann im Sommer und fand diese bei Slovan Bratislava. Nur zweimal stand er für die Slowaken bisher auf dem Feld. Derzeit fällt er verletzungsbedingt aus.

Sebastian Kerk:
Die Leistungen des Offensivmannes kann der FCN aus nächster Nähe betrachten. Bei Ligakonkurrent VfL Osnabrück erarbeitete sich Kerk einen Stammplatz und zahlte das Vertrauen mit bisher drei Vorlagen zurück. Damit hat er bereits jetzt genauso viele Scorer-Punkte, wie in den vergangenen beiden Spielzeiten zusammen.

Törles Knöll:
Der Stürmer steht seit Sommer in Diensten Slaven Belupos, legte dort zweimal in der Startelf los und wurde dreimal eingewechselt. Ausgerechnet gegen Serienmeister Dinamo Zagreb gelang Knöll sein erster Treffer in der kroatischen Liga. Mit Belupo belegt er Rang fünf der Tabelle.

Felix Dornebusch:
Der ehemalige Nürnberger erkämpfte sich bei der Braunschweiger Eintracht einen Stammplatz. Trainer Daniel Meyer baut auf den Routinier und sprach ihm zuletzt öffentlich das Vertrauen aus.

Adam Gnezda Cerin:
Auch der ausgeliehene Mittelfeldmann sammelte zuletzt Europa-League-Erfahrung, als er für HNK Rijeka gegen Real Sociedad auflief. In der kroatischen Liga kam der Slowene ebenfalls zum Einsatz, fügte sich mit einer Vorlage in seinem ersten Einsatz direkt gut ein.

Lukas Schleimer:
Bei seiner Leihstation 1. FC Saarbrücken muss sich Schleimer erst durchsetzen. Gegen Unterhaching überzeugte er als Joker, bereitete zweie Tore vor. Eine gute erste Duftmarke des Offensivmannes, der sich voraussichtlich über weitere Einsätze als Einwechselspieler empfehlen kann.

Michael Frey:
Nachdem seine Leihe im Sommer endete, kehrte Frey zunächst zu Fenerbahe zurück, ehe er erneut auf Leihbasis wechselte und zwar zum belgischen Erstligisten Waasland-Beveren. Mit zwei Toren im Pokal deutete er an, dass er noch wertvoll werden kann, in der Liga allerdings konnte er sich bei zwei Startelf-Einsätzen noch nicht in Szene setzen.

Philip Heise:
Auch der Linksverteidiger kehrte nur kurz zu seinem Stammverein zurück, wurde direkt an den KSC weiterverliehen. Dort ist Heise von der linken Abwehrseite nicht mehr wegzudenken. Waren seine Leistungen wie die der gesamten Mannschaft zu Saisonbeginn noch durchwachsen, besserten sie sich zuletzt.