1. FC Nürnberg: Zu Hause weiter zu harmlos

Nur 16 Tore in den letzten 18 Heimspielen

Mikael Ishak

Gegen den HSV nur als Joker gefragt: Mikael Ishak. © imago images / Zink

Nach dem gelungenen Auftakt bei Dynamo Dresden hat die herbe 0:4-Heimpleite gegen den Hamburger SV rund um den 1. FC Nürnberg für Ernüchterung gesorgt. Neben dem Ergebnis an sich war das Auftreten gegen den HSV eine herbe Enttäuschung. Und offenbar setzt sich die Heimschwäche der vergangenen Saison auch in der 2. Bundesliga weiter fort.

Die Auswärtsbilanz vergangene Saison war mit drei Punkten zwar noch schlechter, doch 16 Zähler aus den 17 Heimspielen wurden auch nur vom FC Schalke 04 (15) knapp unterboten. Um künftig im Max-Morlock-Stadion wieder deutlich besser zu punkten, muss sich im Vergleich zur Partie gegen den HSV definitiv einiges ändern. Insbesondere offensiv, schließlich gelangen in den letzten 18 Heimspielen auch nur 16 Tore.

Zu wenig Räume für die beweglichen Offensivkräfte

Für Robert Palikuca war die im Interview bei „Sky“ bemängelte „miserable Zweikampfquote“ der entscheidende Faktor, wohingegen der Sportvorstand die Probleme nicht im System verortet sah. Allerdings ist schon zu konstatieren, dass sich die Entscheidung für drei bewegliche Offensivkräfte und den Verzicht auf Mittelstürmer Mikael Ishak als Fehler erwiesen hat – den Trainer Damir Canadi auch vor der Pause noch korrigierte.

Gerade in Heimspielen gegen vermutlich überwiegend tiefstehende Gegner scheint Ishak kaum verzichtbar, da sich Robin Hack, Nikola Dovedan und Iuri Medeiros die nötigen Räume für das sicher auch gegen den HSV angedachte Spiel in die Tiefe nur bedingt bieten werden und ein Wand- sowie Strafraumspieler an Bedeutung gewinnt.

Gegen Hamburg war in jedem Fall nicht zu übersehen, dass der Club in der Spitze kaum Bälle behauptete – im Gegensatz zum Gegner mit Lukas Hinterseer, der viele lange Bälle sichern und ablegen konnte. Zwar wurde es mit Ishak auf dem Feld auch nur bedingt besser, doch grundsätzlich bringt der Schwede die Voraussetzungen mit, um diese Rolle ausfüllen zu können.

Standards von Geis als mögliche Waffe

Zu künftig erfolgreicheren Heimspielen soll unabhängig davon auch Johannes Geis beitragen. Dessen Stärke bei ruhenden Bällen kann zu einem Trumpf werden.

Vergangene Saison gelangen Geis in 14 Spielen für den 1. FC Köln fünf Vorlagen, alle resultierend aus Eckbällen oder Freistößen. Weil in der Regel genügend starke Kopfballspieler auf dem Feld stehen, könnte der Club so manches Heimspiel über Standards für sich entscheiden.

Es besteht auf jeden Fall Hoffnung, dass der leidgeprüfte Anhang zu Hause bald wieder mehr Grund zum Jubeln hat. Die Qualität dafür ist sicher vorhanden, muss aber noch in passender Art und Weise auf den Platz gebracht werden.

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