1. FC Union Berlin: Mehrere Mutmacher vor der Relegation

Eiserne zunächst beim VfB Stuttgart

Joshua Mees

Sein Ausgleich in Bochum kam vielleicht einen Tick zu spät: Joshua Mees. © imago images / Contrast

Hätte die Begegnung am gestrigen Sonntag beim VfL Bochum noch ein paar Minuten länger gedauert, wäre ein dritter Treffer des 1. FC Union Berlin nicht unwahrscheinlich gewesen. So aber mussten sich die Eisernen mit einem 2:2 begnügen und konnten die Pleite des SC Paderborn bei Dynamo Dresden nicht für den direkten Aufstieg nutzen.

Bei aller Enttäuschung über die verpasste Chance und insbesondere auch einen zu lange schwachen Auftritt in Bochum gibt es aber auch eine Reihe von Dingen, die vor der anstehenden Relegation gegen den VfB Stuttgart Mut machen. Etwa die Aufholjagd, die nach dem 0:2-Rückstand in Bochum gestartet und bei der Großchance von Suleiman Abdullahi weit in der Nachspielzeit beinahe noch zum Sieg geführt hätte.

Die Mannschaft hat sich toll zurück ins Spiel gekämpft. (Urs Fischer)

„Die Mannschaft hat sich toll zurück ins Spiel gekämpft, wir waren dem 3:2 sehr nahe. Am Schluss hat es leider nicht gereicht. Jetzt liegt aber eine neue, große Herausforderung vor uns – und die werden wir natürlich annehmen“, zog auch Trainer Urs Fischer in seinem Statement auf der offiziellen Webseite des Vereins Hoffnung aus dem Schlussspurt.

Die Heimstärke und die Fans machen Hoffnung

Dass in Bochum ein Sieg nur hauchdünn verpasst wurde, dürfte das Selbstvertrauen nach zuvor schon vier Auswärtsspielen in Folge ohne Dreier (zwei Remis, zwei Niederlagen) auch stärken. Und im Wissen darum, im eigenen Stadion eine Macht zu sein, wäre am Donnerstag im Hinspiel in Stuttgart schon ein Unentschieden ein hervorragendes Ergebnis.

Auch im Schwabenland kann der 1. FC Union sicher auf die Unterstützung vieler Tausender Anhänger bauen. In Bochum sorgten gut 5.000 mitgereiste Fans für Heimspielatmosphäre. Das wird in der voraussichtlich ausverkauften Mercedes-Benz-Arena zwar sicher ungleich schwerer, doch bemerkbar machen werden sich die Anhänger aus Köpenick sicherlich auch dort in voller Lautstärke.

Florian Hübner fehlt gesperrt

Ein Handicap ist es in Stuttgart derweil, dass Florian Hübner aufgrund der in Bochum kassierten zehnten gelben Karte gesperrt passen muss. Allerdings lässt sich auch aus dem Fehlen des Stamminnenverteidigers Positives ziehen. Denn ersetzt werden dürfte Hübner wie schon verletzungsbedingt am 31. und 32. Spieltag von Routinier Michael Parensen.

Mit Parensen auf dem Platz verlor Union Berlin nur eines der letzten zwölf Spiele. Diese eine Niederlage setzte es zwar just Anfang Mai beim letzten Auftritt Parensens in Darmstadt (1:2), aber dennoch kann man das wahrscheinliche Mitwirken des 32-Jährigen aufgrund der Statistik als gutes Omen sehen.

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