1. FC Union Berlin: Toni Leistner im Fokus des 1. FC Köln

Innenverteidiger bei Nicht-Aufstieg ablösefrei

Toni Leistner

Nur noch bis Saisonende an Union gebunden: Toni Leistner © Imago / Bernd König

Nach dem 3:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf, dem erlösenden ersten Dreier nach acht sieglosen Partien, will der 1. FC Union Berlin am Sonntag auswärts bei Eintracht Braunschweig nachlegen. Aktuell muss sich Trainer Andre Hofschneider aber um sein Personal sorgen, geht an der Alten Försterei doch ein Virus um.

Schon gegen Düsseldorf mussten Marcel Hartel und Toni Leistner krankheitsbedingt passen. Und aktuell liegen laut dem Berliner Kurier mit Christopher Trimmel, Dennis Daube, Berkan Taz und Peter Kurzweg vier weitere Akteure flach. Um eine Weiterverbreitung zu vermeiden, hat Coach Hofschneider Desinfektionsmittel für die Hände im Kabinentrakt aufstellen lassen, in der Hoffnung, dass es niemanden mehr neu erwischt.

Leistners Vertrag verlängert sich nur bei Aufstieg

Hartel und Leistner sind immerhin schon wieder fit und am Sonntag einsatzfähig. Abwehrchef Leistner, der vor seiner Erkrankung bereits gesperrt ausgefallen war, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Startelf stehen. Ob in einer Dreier- oder Viererkette, bleibt abzuwarten.

Letzteres gilt auch dafür, wie es mit Leistner nach dieser Saison weitergeht. Bekannt ist, dass sich der auslaufende Vertrag des 27-Jährigen nur im Aufstiegsfall automatisch verlängert. Gelingt der Sprung in die Bundesliga nicht, wird sich Leistner vermutlich ablösefrei verabschieden. Den Innenverteidiger zieht es in die Bundesliga oder wahlweise nach England, von wo es von Norwich City schon im letzten Sommer ein Angebot gab.

Köln dementiert Interesse nicht

Möglicherweise kommt aber auch noch eine dritte Variante mit einem ambitionierten Zweitligisten in Frage. Denn laut dem Express soll Leistner ein Thema beim 1. FC Köln sein, der angesichts von sieben Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 16 die Planungen für die 2. Bundesliga intensiver vorantreiben muss als die Überlegungen für Liga eins.

Kölns Lizenzspieler-Leiter Frank Aehlig dementierte ein Interesse nicht, betonte aber, dass es noch keinen Kontakt gebe: „Er hat viele Jahre gute Leistungen in der 2. Liga gezeigt und ist im Sommer ablösefrei. Das wissen  nicht nur wir. Wir haben keine Gespräche geführt“, so Aehlig, der mit den Geißböcken in der Tat kaum der einzige Interessent bleiben dürfte.

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