1. FC Union Berlin: Toni Leistner liebäugelt mit England

Neues Vertragsangebot noch nicht unterschrieben

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 08.05.16 | 08:23
Toni Leistner im Zweikampf mit Shinji Kagawa

Gefragt. Die starken Leistungen von Toni Leistner haben sich rumgesprochen. © Imago

Der 1. FC Union Berlin hat noch zwei Spiele vor der Brust, in denen eine vor allem wegen der sieben Heimsiege am Stück sehr positiv verlaufene Rückrunde erfolgreich abgeschlossen werden soll. Danach beginnt an der Alten Försterei wieder eine neue Ära, die unter dem künftigen Trainer Jens Keller in die Bundesliga führen soll.

Zumindest ist es das mehr oder weniger offen erklärte Ziel der Union-Verantwortlichen, kommende Saison um den Aufstieg mitzuspielen und im Idealfall den erstmaligen Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Dafür gilt es nun, in den nächsten Wochen und Monaten einen schlagkräftigen Kader auf die Beine zu stellen, dem allerdings zunächst ein Aderlass droht.

Wood wohl nicht zu halten

So zeichnet sich immer mehr ab, dass Bobby Wood nicht zu halten sein und nach Sebastian Polter (Queens Park Rangers) zum zweiten Mal in Folge der beste Torschütze den Verein verlassen wird. Anders als beim vom 1. FSV Mainz 05 nur ausgeliehenen Polter würde ein Wechsel von Wood aber zumindest die Kassen klingeln lassen. Im Gespräch ist für den vor allem vom Hamburger SV umworbenen US-Nationalspieler eine Ablöse von rund 3,5 Millionen Euro, mit der im Gegenzug nicht nur ein hochkarätiger Ersatz nach Köpenick gelotst, sondern weitere Verstärkungen geholt werden könnten.

Wood ist indes nicht der einzige Stammspieler, der den Verein verlassen könnte. So zögert Innenverteidiger Toni Leistner nach wie vor, ein Angebot zur Verlängerung seines 2017 auslaufenden Vertrages anzunehmen.

„ Ich weiß nicht, warum es im Ausland nicht klappen sollte? ”
Toni Leistner

Der 25 Jahre alte Defensivmann, der schon im März seinen Traum von England kundgetan hatte, beschäftigt sich wohl durchaus mit der Möglichkeit eines Wechsels schon im Sommer: „Ich weiß nicht, warum es eine Liga höher oder im Ausland nicht klappen sollte? Es gibt vielleicht Kritiker, aber die kann man eines Besseren belehren“, so Leistner, der gegenüber „Bild“ zudem durchblicken ließ, die Union-Offerte nicht in den nächsten Tagen anzunehmen: „Ich will mich jetzt nur auf die letzten Spiele konzentrieren und nicht auf Vertragsdetails.“

Klingt so, als würde Leistner erst noch andere Möglichkeiten ausloten wollen, denn rein sportlich geht es für die Eisernen in den letzten beiden Spielen um nicht mehr so viel, dass Vertragsgespräche parallel dazu nicht möglich wären.