1. FC Union Berlin: Torwartduell neu eröffnet

Letzter Anlauf von Daniel Mesenhöler?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 18.03.20 | 09:13
Jakob Busk

Muss sich steigern: Jakob Busk © Imago / foto2press

Nach zwei Niederlagen zum Einstand als Cheftrainer des 1. FC Union Berlin hat Andre Hofschneider am Wochenende seine erste weitreichende Personalentscheidung getroffen. Während das Arbeitsverhältnis mit dem bisherigen Torwarttrainer Den­nis Rudel in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst wurde, rückt Micha­el Gspurning ins Traineteam auf.

Der 36 Jahre alte Österreicher, der bisher als dritter Keeper dem Kader angehörte, beendet seine aktive Karriere und arbeitet zunächst bis 30. Juni 2019 erstmals als Torwarttrainer. Neben dem 18-jährigen Lenn­art Moser, der die neue Nummer drei ist, wird Gspurning vor allem mit Jakob Busk und Daniel Mesenhöler zu tun haben.

Mesenhöler im Pokal stark

Verbunden mit dem Torwarttrainerwechsel ist die Hoffnung auf bessere und konstantere Leistungen zwischen den Pfosten. „Da können wir rückblickend auf die Halbserie nicht zufrieden sein. Wir müssen auf der Position eine gewisse Konstanz hinkriegen. Nicht nur über zwei Spiele, sondern eine zweistellige Anzahl von Spielen“, übt Hofschneider im Berliner Kurier Kritik, die sich vor allem Busk gefallen lassen muss.

Der 24 Jahre alte Däne holte sich im Sommer seinen in der Vorsaison an Mesenhöler verlorenen Stammplatz zurück und bestritt alle 18 Ligaspiele, allerdings ohne durchweg zu überzeugen. Nun geht Busk laut Hofschneider zwar „mit einem kurzen Kopf Vorsprung ins Rennen“, doch grundsätzlich ist der Torwartzweikampf neu eröffnet.

Mesenhöler, der im DFB-Pokal bei Bayer Leverkusen (1:4) trotz der vier Gegentore eine ganz starke Leistung ablieferte, soll den Druck erhöhen und einen Angriff auf den Stammplatz starten. Möglicherweise einen letzten, denn der Vertrag des 22-Jährigen läuft am Ende der Saison aus. Gelingt der Sprung zur Nummer eins nicht, dürften die Zeichen im Sommer auf Abschied stehen.

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