1. FC Union Berlin: Trainersuche beginnt – Christopher Quiring meldet sich zurück

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 07.03.16 | 08:19

Quiring überzeugt beim ersten Startelfeinsatz

Der 4:0-Sieg des 1. FC Union Berlin am Freitagabend gegen den FSV Frankfurt stand ganz im Zeichen der Trennung von Trainer Sascha Lewandowski, der seinen Vertrag aufgrund eines akuten Erschöpfungssyndroms auflöste. Insbesondere Lewandowskis bisheriger Assistent Andre Hofschneider widmete den Sieg seinem ehemaligen Chef.

Eher weniger bedauert haben dürfte Christopher Quiring den Trainerwechsel, denn das unter Lewandowski mehr oder weniger chancenlose und beinahe ausgemusterte Eigengewächs ist plötzlich zurück. Sicherlich zwar ein Stück weit auch wegen der langen Verletztenliste, doch der 25-Jährige hat seine Chance bei seinem ersten Startelfeinsatz in dieser Saison fraglos genutzt.

Am Freitagabend von den Fans bei seiner Auswechslung kurz vor Schluss mit tosendem Applaus verabschiedet zu werden, war für Quiring auf jeden Fall ein Gänsehauterlebnis: „Natürlich nehme ich so etwas wahr. Das freut einen riesig, wenn man vom Platz geht und die Fans hinter einem stehen. Ich genieße das erst einmal“, so der Flügelspieler in „Bild„.

Ablöse für neuen Trainer nicht ausgeschlossen

Angesichts eines bis 2017 laufenden Vertrages hat Quiring nun doch wieder eine Perspektive an der Alten Försterei, wobei freilich abzuwarten bleibt, wie der neue Trainer plant. Denn Hofschneider kommt schon alleine mangels Fußball-Lehrer-Lizenz nicht als Dauerlösung in Frage, ungeachtet dessen, dass der Ex-Profi gar nicht in erster Reihe arbeiten will.

Federführend beauftragt mit der Trainersuche ist der neue Geschäftsführer Sport Lutz Munack, der sich gegenüber dem „Berliner Kurier“ alle Möglichkeiten offen hielt und auch die Verpflichtung eines noch anderweitig gebundenen Trainers nicht ausschloss: „Wir gehen sehr offen in die Planung. Ob wir auch Geld in die Hand nehmen würden, um einen Trainer freizukaufen, ist eine gute Frage. Aber ich bin kein Fan von Tabus.“

Konkrete Kandidaten sowie einen Zeitplan gibt es bislang aber noch nicht. Klar ist aber, dass der neue Coach erst zur kommenden Saison einsteigen soll.