1. FC Union Berlin: Urs Fischer bemängelt fehlende Cleverness

Niederlage auf St. Pauli aber nicht ohne positive Aspekte

Urs Fischer

Hadert mit einem spät verlorenen Punkt: Urs Fischer © Imago / Eibner

Die Freude über den 2:0-Sieg gegen den 1. FC Köln am Donnerstagabend währte beim 1. FC Union Berlin nicht lange. Denn das zweite Top-Spiel nach der Winterpause setzten die Eisernen am gestrigen Montag beim FC St. Pauli unnötigerweise in den Sand. Nach einem 0:2-Rückstand glichen Grischa Prömel (84.) und Suleiman Abdullahi (86.) zwar spät mit einem Doppelschlag aus, doch in der Nachspielzeit unterlag Union am Millerntor noch mit 2:3.

Der eingewechselte Abdullahi, der wenige Minuten zuvor noch per Abstauber eingenetzt hatte, brachte St. Paulis Christopher Buchtmann im Strafraum plump zu Fall und mit dem von Alexander Meier verwandelten Elfmeter war die Begegnung dann praktisch zu Ende.

Bach dem Ausgleich müssen wir cleverer. (Urs Fischer)

Insbesondere die Aktion seines Jokers dürfte Unions Trainer Urs Fischer bei seiner Analyse auf der Pressekonferenz nach dem Spiel vor Augen gehabt haben. „Meine Mannschaft hat heute eine tolle Moral bewiesen, nach dem Ausgleich müssen wir aber cleverer sein“.

Zwei Rückkehrer gegen Sandhausen, Schmiedebach fehlt

Der Schweizer Fußball-Lehrer bemängelte, dass seine Mannschaft am Ende zu viel wollte: „Da hätten wir uns mit dem Punkt zufriedengeben müssen. Wir hatten aber den Willen noch das 3:2 zu machen und den Platz als Sieger zu verlassen“, so Fischer, der aber durchaus auch „das eine oder andere Positive mit nach Hause nehmen“ konnte.

Unter anderem einen dominanten Auftritt in der ersten Halbzeit, der indes nicht zum Ergebnis passte und Fischer an den vergangenen Donnerstag erinnerte: „Uns ist es heute ein bisschen so ergangen wie Köln bei uns, gerade wenn ich auf die erste Halbzeit blicke. Das war ein zum Teil sehr guter Auftritt von uns. Wir haben das Spiel dominiert und hatten genügend Torchancen, um in Führung zu gehen. Und doch liegst du 0:1 zurück.“

Weiter geht es für Union am Samstag mit dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen. Dann können auch die am Millerntor gesperrten Ken Reichel und Christopher Trimmel wieder mitwirken, mit denen die Defensive stabilisiert werden sollte. Dafür muss dann Manuel Schmiedebach, der auf St. Pauli die fünfte gelbe Karte sah, passen.