10. Spieltag: 1. FC Union Berlin gegen SV Sandhausen – Joker Terodde heute in der Startelf?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Freitag, 04.10.13 | 06:40

Auf dem Papier eine klare Sache ist die Partie zwischen Union Berlin und dem SV Sandhausen. Doch die Schwartz-Elf war in dieser Spielzeit schon für so manche Überraschung gut, schlug in den letzten Wochen die hoch gehandelten Mannschaften aus Bochum, Kaiserslautern und München-Giesing, lediglich ein Mal gingen die Kurpfälzer in den letzten sechs Pflichtspielen leer aus. Nicht zuletzt deshalb warnte der Trainer der „Eisernen“, Uwe Neuhaus, in der Pressekonferenz vor dem Spiel eindringlich davor, den letztjährigen Tabellenvorletzten zu unterschätzen: „Die Art und Weise wie Sandhausen Fußball spielt, nötigt mir schon Respekt ab. Diese Mannschaft muss man erst mal knacken.“ Andererseits steht er mit seinem Team, das zuletzt beim 3:0 in Paderborn zu überzeugen wusste, nicht umsonst auf Platz drei der Tabelle, Neuhaus weiß auch um die Stärken seiner Elf und nimmt die Favoritenrolle an: „Wenn wir unsere Arbeit seriös verrichten, uns nicht nur auf unsere Offensivqualitäten verlassen, sondern jeder mit nach hinten gegen den Ball arbeitet, werden wir gewinnen.“

In personeller Hinsicht hat der Unions-Coach auf einigen Positionen die Qual der Wahl, fehlt doch neben den Langzeitverletzten Ahmed Waseem Razeek und Björn Jopek (beide Kreuzband) lediglich Mario Eggimann, der sich nach einem Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule noch im Aufbautraining befindet. Neuhaus wollte sich im Vorfeld des Spieles insbesondere nicht darauf festlegen lassen, ob er nun Adam Nemec oder Simon Terodde als Sturmspitze bringt. Stammkraft Nemec war in den letzten Spielen eher blass geblieben und traf in den letzten drei Begegnungen nicht, während Joker Terodde, der in dieser Saison bislang erst je ein Mal in der Liga und im Pokal in der Startelf gestanden, bei seinen Kurzeinsätzen aber häufig eine starke Leistung gezeigt und in den letzten vier Ligapielen zwei Treffer erzielt hat.

Gästetrainer Alois Schwartz gab sich vor der Abreise nach Berlin optimistisch, wies darauf hin, dass der Tabellendritte an der Alten Försterei zwar stets vor einer eindrucksvollen und stimmgewaltigen Kulisse spielt, dennoch aber nur sechs der bislang 17 Punkte vor eigenem Publikum eingefahren hat. „Nachdem wir in dieser Saison durchweg ordentlich und erfolgreich gespielt haben, hierbei auch die Disziplin und der Teamgeist stimmte, fahren wir mit breiter Brust nach Köpenick und wollen nicht mit leeren Händen die lange Rückreise antreten“, sagte der 46-Jährige. Ihm stehen weiterhin Tim Kister, Nico Klotz, Lukas Kübler und Radoslav Zabavnik nicht zur Verfügung. Björn Kluft ist zwar wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen aber noch nicht einsatzbereit, Matthias Zimmermann soll nach der Länderspielpause wieder voll einsteigen. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Ranisav Jovanovic, der aufgrund von Knieproblemen in dieser Woche nur eingeschränkt trainieren konnte, die Reise in die Bundeshauptstadt aber mit antrat. Es ist aber ohnehin fraglich, ob Schwartz wie zuletzt wie beim Heimspiel gegen Bochum (1:0) zwei Spitzen in der Startelf auflaufen lässt, oder aber zum defensiveren System mit einer Doppelsechs zurückkehrt und Mittelfeldspieler Stefan Kulovits wieder von Beginn an ran darf. Danny Blum und Nicky Adler bieten sich als Alternativen für die Offensive an.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky und Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es mit Ausnahme von Sky Go leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

1. FC Union Berlin: Haas – Pfertzel, Puncec, Schönheim, Parensen – Özbek, Kreilach – Brandy, Mattuschka, Köhler – Nemec (Terodde)

SV Sandhausen: Riemann – Schauerte, Olajengbesi, Hübner, Achenbach – Linsmayer, Kulovits – Stiefler, Ulm, Thiede – Löning