2. Bundesliga: Ball ruht bis mindestens 2. April

Seifert plädiert für Geisterspiele

Christian Seifert von der DFL

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nahm am heutigen Montag Stellung. ©Imago Images/Deutzmann

Am Montagnachmittag gab die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Beschlüsse der heutigen außerordentlichen Mitgliederversammlung anlässlich des Corona-Virus bekannt. Demnach wird bis mindestens 2. April kein Spiel ausgetragen. Wie geht es danach weiter?

Geisterspiele einziger Ausweg

Wie Christian Seifert erklärte, wurde heute ein sogenannter „Notfall-Paragraph“, wie er selbst sagt, ins Leben gerufen, der der DFL Handlungsfähigkeit verleiht und Beschlüsse auch ohne Mitgliederversammlung möglich macht.

Wann jedoch genau wieder gekickt wird, steht auch nach dem heutigen Termin in den Sternen. Jedenfalls geht die DFL nach derzeitigem Stand nicht davon aus, ab 3. April wieder in den Spielbetrieb einzusteigen. Seifert warb dafür, flexibel zu bleiben. „Derzeit ändert sich die Lage jeden Tag“, so der DFL-Chef, was es schwierig machen würde, über konkrete Lösungen zu beraten.

Eine jedenfalls wäre die Austragung von Geisterspielen, laut Seifert ein Szenario, mit dem sich alle hierzulande anfreunden müssten. Diese seien „in naher Zukunft die einzige Überlebenschance“ für die Vereine. Einen sofortigen Saisonabbruch lehnte Seifert in Vertretung für alle Klubs ab.

Wie lange die Bundesliga sowie die 2. Bundesliga Zeit haben, die ausgefallenen Spiele eventuell nachzuholen, entscheidet sich auch am morgigen Dienstag, wenn die UEFA über die EM im Sommer berät. Seifert geht davon aus, „mit dem morgigen Tag mehr Flexibilität“ zu haben.

Über alledem steht, wie Seifert zurecht betont weiterhin das wichtigste: Die Gesundheit aller in diesen schwierigen Wochen.