2. Bundesliga: Die Erkenntnisse des 12. Spieltags

Unsere Analyse zum Wochenende

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Dienstag, 30.01.18 | 11:16
Lumpi Lambertz mit einem Pass.

Andreas „Lumpi“ Lambertz trumpfte bei seiner Rückkehr nach Düsseldorf für Dynamo auf. ©Imago/Stefan Kuttner

Manchmal halten Spitzenspiele, was man sich im Vorfeld von ihnen verspricht – das ist die Erkenntnis, die wir aus dem Niedersachsen-Derby zwischen Eintracht Braunschweig und Hannover 96 (2:2) ziehen. Der 12. Spieltage förderte aber noch drei weitere Erkenntnisse zu Tage.

Dynamo Dresden: Lumpi fühlt sich in Düsseldorf immer noch heimisch

Es kommt äußerst selten vor, dass Ex-Spieler eines Vereins bei ihrer Rückkehr frenetisch gefeiert werden. Bei Andreas „Lumpi“ Lambertz war das – auch erwartungsgemäß – ein bisschen anders, als er am Freitag mit Dynamo Dresden bei seiner alten Liebe Fortuna Düsseldorf antrat. Schließlich hatte der zentrale Mittelfeldspieler in 13 Jahren bei F95 von der 4. Liga bis zur Bundesliga alles erlebt.

Und dass sich „Lumpi“ in seinem alten Wohnzimmer immer noch wohl fühlt, das bewies er im Spiel am Freitagabend schon nach 27 Sekunden. Da gab Lambertz den Assist zum 1:0 für Dresden durch Niklas Hauptmann – der Grundstein für den späteren 3:0-Sieg war früh gelegt. In der Geschichte der SGD war es übrigens das schnellste jemals erzielte Tor im Profifußball.

„ Ich wusste nicht, wie ich mich den Fans gegenüber verhalten soll. ”
Andreas Lambertz

Gegenüber Dynamo TV sagte Lambertz nach dem Spiel zu seiner Rückkehr: „Ich wusste teilweise nicht, wie ich mich unseren eigenen Fans und meinen alten Fans gegenüber verhalten soll. Das war alles nicht so einfach. Und so wie es dann jetzt gelaufen ist, war es schon sehr schön für mich.“ Besonders die 74. Minute, als er unter dem Applaus des ganzen Stadions ausgewechselt wurde, dürfte ihm noch ein wenig länger in Erinnerung bleiben.

1. FC Nürnberg: Gegner sollten Standards verhindern

Nach dem katastrophalen Saisonstart hat sich der 1. FC Nürnberg in den vergangenen Wochen mit konstant guten Leistungen nach oben gearbeitet. Dank der aktuell sechs ungeschlagenen Spiele in Folge (fünf Siege) hat der „Club“ inzwischen nur noch vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, den momentan der 1. FC Heidenheim belegt.

Der Grund für den Aufschwung ist nicht zuletzt die eigene Stärke bei Standardsituationen. Beim 2:1-Sieg in Aue erzielte Guido Burgstaller in der 78. Minute nicht nur den Siegtreffer sowie sein 10. Saisontor – es war gleichzeitig auch bereits der 9. Treffer des FCN nach einem ruhenden Ball, in diesem Fall nach einer Ecke von Kevin Möhwald. Damit hat kein anderer Verein öfter nach einem Standard getroffen.

Greuther Fürth: Endlich November

Beim Nürnberger Nachbarn aus Fürth werden die Verantwortlichen froh gewesen sein, den Oktober endlich überstanden zu haben. In diesem vier Spiele umfassenden Monat schafften es die „Kleeblätter“ nämlich nicht ein einziges Mal, das gegnerische Tor zu treffen – am Ende standen vier Niederlagen zu Buche.

Doch alles neu macht in diesem Fall nicht der Mai, sondern der November. Am Samstag besiegte die SpVgg. den VfL Bochum mit 2:1, dabei beendeten Sebastian Freis und später Sercan Sararer den Torlos-Fluch der Männer vom Ronhof. Zuvor hatte es sage und schreibe 429 Minuten nicht im gegnerischen Kasten geklingelt.

„ Wichtiger Sieg für die Stadt, die Fans und das Team. ”
Sercan Sararer

Siegtorschütze Sararer zeigte sich nach dem Spiel im Interview mit der offiziellen Vereinshomepage der Fürther entsprechend zufrieden: „Es war ein sehr wichtiger Sieg für die Stadt, für unsere Fans und für das Team.“ Ganz so hoch wollte der arg in die Kritik geratene Trainer Stefan Ruthenbeck den Erfolg gegen Bochum dann aber doch nicht hängen: „Es war nur ein Sieg, nicht mehr, nicht weniger.“