2. Bundesliga: Die Erkenntnisse des 22. Spieltags

Unsere Analyse zum Wochenende

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Mittwoch, 01.03.17 | 09:09
Simon Terodde konnte seinen Torjubel inzwischen schon 15-mal zeigen.

Simon Terodde traf in den jüngsten 7 Heimspielen immer für den VfB Stuttgart. ©Imago

Der bislang im Jahr 2017 noch sieglose Herbstmeister Eintracht Braunschweig kann doch noch gewinnen – das ist eine Erkenntnis des 22. Spieltags in der 2. Bundesliga. Wir haben aber die Augen offen gehalten und noch drei weitere Erkenntnisse aus dem vergangenen Wochenende gezogen!

Terodde & Klos: Unaufhaltsame Torjäger

Der eine hilft Stuttgart auf dem Weg zurück in die Bundesliga, der andere versucht, Arminia Bielefeld vor dem Abstieg zu bewahren. Gemeinsam haben die beiden Torjäger Simon Terodde und Fabian Klos, dass sie momentan treffen, wie sie wollen. Klos traf in den vergangenen sieben Spielen immer für die Ostwestfalen, Terodde markierte in jedem der sieben jüngsten Heimspiele der Schwaben mindestens ein Tor.

Auch am Wochenende trug sich 28-jährige Stuttgarter in die Torschützenliste ein, er bereitete mit seinem Führungstreffer den Weg für den 2:0-Sieg über Kaiserslautern. Einen Tag zuvor hatte der 29-jährige Bielefelder seine persönliche Serie mit einem verwandelten Elfmeter in Hannover (2:2) ausgebaut. Terodde ist mit 15 Treffern im Moment bester Torjäger der 2. Bundesliga, Klos liegt mit elf Toren nicht weit dahinter.

1860 München: Zu Hause top, in der Fremde flop

Man kann schon festhalten, dass beim TSV 1860 München seit dem Amtsantritt von Vitor Pereira in der Winterpause mehr Zug drin ist. Die „Löwen“ haben sich nicht umsonst einen kleinen Vorsprung auf die Abstiegsplätze erarbeitet. Allerdings herrscht bei den Münchnern nach wie vor ein Heim-Auswärts-Gefälle.

Während unter Pereira alle drei bisherigen Heimspiele gegen Fürth, Karlsruhe und Nürnberg siegreich gestaltet wurden, kassierte der TSV in fremden Stadien ausschließlich Niederlagen. Die beiden Auswärtspleiten in der Liga in Bielefeld und bei Union Berlin wurden dabei eingerahmt vom Pokal-Aus beim Drittligisten Sportfreunde Lotte. Wenn sich die „Löwen“ endgültig von unten absetzen wollen, dann sollte in der näheren Zukunft auch auswärts dringend wieder gepunktet werden.

Dynamo Dresden kann doch noch Sachsen-Derbys gewinnen

Lange, genauer gesagt viereinhalb Jahre, hatten die Fans von Dynamo Dresden auf diesen Moment gewartet. Am Sonntagnachmittag war es dann endlich einmal wieder soweit: Zum ersten Mal seit dem 30. September 2012 ging die SGD wieder als Sieger aus dem Sachsen-Derby gegen Erzgebirge Aue hervor. Im Vergleich zu damals legten die Dynamos sogar noch einen Treffer drauf und gewannen am Ende mit 4:1.

Von Anfang an war zu sehen, dass es in dieser Partie nur einen Sieger geben konnte. Dresden dominierte die „Veilchen“ vor allem in der ersten Halbzeit fast nach Belieben und ging schon nach 21 Minuten dank der Treffer der beiden Tor-Debütanten Jannik Müller und Niklas Kreuzer mit 2:0 in Führung. Bis zur Pause legte Stefan Kutschke noch zwei Tore nach, sodass beim Stand von 4:0 aus SGD-Sicht die Seiten gewechselt wurden. Nach der Pause verflachte das Spiel zwar zusehends – Dynamo war das am Ende aber herzlich egal.

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