2. Bundesliga: Die Erkenntnisse des 27. Spieltags

Unsere Analyse zur englischen Woche

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Dienstag, 16.10.18 | 09:25
Jasmin Fejzic hält den Elfer von Niko Gießelmann.

Jasmin Fejzic (Mitte) parierte in Fürth einen Elfmeter – wieder mal. ©Imago/Zink

Wenn man aus zehn Partien im Schnitt nur 0,8 Punkte holt, dann ist man seinen Job manchmal auch nach nur 91 Tagen schon wieder los. Diese Erkenntnis musste Mirko Slomka aus dem 27. Spieltag ziehen, nachdem er im Anschluss an das 1:1 gegen Würzburg am Dienstagabend beim KSC entlassen wurde. Welche Erkenntnisse wir aus der englischen Woche mitnehmen, lest Ihr hier!

Eintracht Braunschweig: Der Elfer-Experte

Insgesamt fünf Jahre lang spielte Jasmin Fejzic am Fürther Ronhof, durchsetzen konnte er sich bei den „Kleeblättern“ jedoch nie. Ganze drei Partien absolvierte der Torhüter in dieser Zeit für die Profis, stattdessen stand er 66-mal für die Reserve zwischen den Pfosten. In Braunschweig ist Fejzic seit dieser Saison Stammtorhüter. Am Mittwochabend zeigte der Bosnier erneut, warum das so ist – ausgerechnet beim Gastspiel seiner Eintracht in Fürth.

Dass die Partie torlos endete, hatte nämlich vor allem mit ihm zu tun. In der 36. Minute parierte Fejzic einen Elfmeter von Niko Gießelmann, der wahrlich nicht schlecht geschossen war. Damit hat der Keeper beinahe die Hälfte aller Strafstöße, die gegen seine Klubs in der 2. Bundesliga verhängt wurden, abgewehrt (sechs von 13). Insgesamt steht die Statistik von Jasmin Fejzic bei 15 von 39 – es geht also nicht mal jeder dritte Elfmeter gegen ihn rein.

VfB Stuttgart: Die Last-Minute-Experten

Vier Unentschieden und eine Niederlage aus den vergangenen fünf Partien – das klingt nicht unbedingt nach der Bilanz eines Aufstiegskandidaten. Der VfB Stuttgart schwächelt momentan ein wenig und musste die Tabellenführung nach dem 1:1 bei 1860 München am Mittwochabend wieder an Hannover 96 abgeben. Beim Derby gegen Karlsruhe am kommenden Sonntag ist ein Sieg nun Pflicht für das Team von Hannes Wolf.

Wie der zustande kommt, dürfte dem VfB dabei relativ egal sein. Zur Not darf der Siegtreffer sicher auch erst in der Nachspielzeit fallen – und mit Last-Minute-Toren kennen sich die Schwaben ja neuerdings aus. Sowohl gegen Dresden am vergangenen Sonntag (3:3, Ausgleich durch Simon Terodde in der vierten Minute der Nachspielzeit) als auch in München (Ausgleich durch Marcin Kaminski, zwei Minuten nach Ende der regulären Spielzeit) trafen die Stuttgarter sehr spät.

Erzgebirge Aue: Die Minimalismus-Experten

Obwohl sich Erzgebirge Aue weiterhin im Abstiegskampf befindet, ist die aktuelle Stimmungslage bei den „Veilchen“ wohl ein bisschen besser als in Stuttgart. Schließlich befindet sich die Mannschaft auf einer Welle des Erfolgs, seit Domenico Tedesco das Traineramt von Pavel Dotchev übernommen hat. An der Alten Försterei in Berlin-Köpenick gelang den Sachsen am Mittwochabend der dritte Sieg im vierten Spiel.

Auffällig ist dabei: Alle drei Erfolge, die Aue unter Tedesco einfuhr, gelangen mit nur einem selbst erzielten Tor. Vor dem Spiel bei Union Berlin gewannen die Erzgebirgler auch gegen den KSC und St. Pauli jeweils mit 1:0. Tedesco hat es also geschafft, die Defensive wieder zu stabilisieren – das war im Aufstiegsjahr der große Trumpf der „Veilchen“ und könnte nun auch im Abstiegskampf von entscheidender Bedeutung sein.

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