2. Runde im DFB-Pokal: Hamburger SV gegen SpVgg Greuther Fürth – Reicht der Rückenwind aus der Liga zur Pokalüberraschung?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Dienstag, 24.09.13 | 07:02

Aufgrund von Gegenwind kam die Mannschaft der SpVgg Fürth verspätetet in der Hansestadt an. Aus sportlicher Sicht allerdings geht der Spitzenreiter der 2. Bundesliga nach dem 4:2-Erfolg im Spitzenspiel bei Union Berlin mit viel Rückenwind in die Pokalpartie beim Hamburger SV. Kleeblatt-Trainer Frank Kramer stapelte im Vorfeld der Begegnung beim Bundesligisten allerdings tief, sprach trotz der momentanen Krise bei den Hanseaten angesichts der „mambitionierten Aufgabe“ nur von einer „minimalen Außenseiterchance“ für sein Team. Der HSV wird vor den Augen des erst gestern verpflichteten Trainers Bert van Marwijk, der heute allerdings noch auf der Tribüne Platz nehmen wird, alles daran setzen, mit einem Erfolg wieder in die richtige Bahn zu finden.

Gegenüber dem verlorenen Nordderby gegen Werder Bremen ist beim Bundesligisten allerdings eine deutliche Leistungssteigerung nötig, um den unterklassigen Gegner im Schach zu halten. „Ich erwarte aber insgesamt deutlich mehr Willen und Laufbereitschaft von meiner Mannschaft, die in dieser Phase zusammenhalten muss. Wir müssen uns deutlich steigern“, meinte auch Rudolfo Cardoso, der beim HSV vor drei Tagen interimsweise auf der Bank saß und das Team heute abend noch einmal betreuen wird. Darüber, ob und welche personellen Änderungen er heute vornimmt, kann man nur spekulieren. Artjoms Rudnevs etwa, der in der ersten Runde bei Schott Jena zwei Mal erfolgreich war, in dieser Saison aber bislang nur ein Mal von Beginn an auflaufen durfte, wäre eine Option für die Offensive, möglicherweise auch als zweite Spitze neben Maximilian Beister. Einen Wechsel wird es in jedem Fall geben, denn im defensiven Mittelfeld fällt Tomás Rincón nach seinem gegen Bremen erlittenen Kieferbruch vorerst aus. Für ihn gibt es mehrere Alternativen, Tolgay Arslan, aber auch Kerim Demirbay oder Petr Jiracek könnten zum Einsatz kommen.

Die Franken müssen heute ohne Mittelfeldspieler Goran Sukalo auskommen, der sich im Training einen Bluterguss im Knie zugezogen hat. Für ihn wird wohl Stephan Fürstner einspringen. Ebenfalls nicht mit dabei ist weiterhin Stürmer Ognjen Mudrinski, der nach seiner Zahn-OP noch Trainingsrückstand hat. Chefcoach Kramer dürfte neben dem Wechsel im defensiven Mittelfeld gegenüber der Startelf vom Freitag noch eine weitere Änderung vornehmen: Florian Trinks, der in der zweiten Halbzeit für den schwachen Niclas Füllkrug eingewechselt worden war, in der Offensivzentrale eine hervorragende Leistung abgeliefert und drei Tore vorbereitet hatte, darf heute sicherlich von Beginn an ran. Unabhängig von der Besetzung einzelner Personalien wie dieser zählt Kramer vor allem auf die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams gegen einen individuell zweifellos stärkeren Gegner: „Es geht nur über das Kollektiv.“

Wie alle anderen Pokalspiele mit Ausnahme der Partie SV Darmstadt 98 gegen den FC Schalke 04 am Mittwochabend wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky übertragen. Einen Live-Stream gibt es ausschließlich für Abonnenten via Sky Go. Alternativ bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Hamburger SV: Adler – Lam, Westermann, Djourou, Jansen – Badelj, Arslan – Beister, van der Vaart, Calhanoglu – Lasogga

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Korcsmar, Mavraj, Baba – Fürstner, Sparv – Weilandt, Trinks, Stieber – Azemi