21. Spieltag: SpVgg Greuther Fürth vs. Karlsruher SC – Kann der KSC aufschließen?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Freitag, 14.02.14 | 06:55

Nachdem der Vorsprung der SpVgg Greuther Fürth durch die 1:2-Niederlage beim Tabellennachbarn 1. FC Kaiserslautern am vergangenen Samstag auf einen Punkt zusammengeschmolzen ist, wollen die Kleeblättler heute am heimischen Ronhof gegen den Vierten aus Karlsruhe unbedingt dreifach punkten, um gegenüber der unmittelbaren Konkurrenz im Rennen um die Aufstiegsplätze wieder Boden gut zu machen. Im Fall einer erneuten Niederlage hingegen würde der Aufsteiger nicht nur nach Punkten zu den Fürthern aufschließen, sondern könnte sogar vorbeiziehen. Trainer Frank Kramer weiß um die Stärken der Gäste, die seit nunmehr zehn Spieltagen ungeschlagen sind, zeigt aber auch Lösungswege auf: „Karlsruhe hat sich im letzten halben Jahr deutlich weiterentwickelt, und es ist sehr schwer gegen den KSC Möglichkeiten herauszuspielen. Wir müssen ihre Umschaltbewegung im Keim ersticken, und wenn für uns die Tür einen Spalt aufgeht, sofort durchgehen.“

Angesichts der mangelhaften Chancenverwertung beim Spiel in Kaiserslautern fordert der Coach der Grün-Weißen seine Spieler zudem auf, in der Offensive mehr Geradlinigkeit und Mut zu zeigen. „Wir spielen immer wieder zu verschnörkelt“, so der 41-Jährige. Am System mit nur einer Spitze will Kramer aber festhalten, personell wird der Fürther Übungsleiter zumindest heute keine Veränderungen vornehmen: „Ich werde das nicht tun, ich will nicht in Aktionismus verfallen.“ Die langzeitverletzten Stammkräfte Goran Sukolo und Nikola Djurdjic stehen ohnehin noch nicht als Alternative zur Verfügung. Beide arbeiten sich derzeit zwar Schritt für Schritt an die Mannschaft heran, an einen Einsatz ist derzeit aber noch nicht zu denken.

Die Gäste aus dem Badischen konnten in ihrem diesjährigen Auftaktspiel mit dem 1:1 gegen Ingolstadt zwar auch nicht die volle Punktausbeute einfahren, nehmen heute aber wieder die Rolle des klaren Außenseiters ein, in der sich die Mannschaft in dieser Saison besonders wohl fühlt. Das klingt auch bei den Worten von KSC-Coach Markus Kauczinski durch: „Wir gehen voller Freude und mit viel Motivation an diese spannende Aufgabe heran. Nach vorne müssen wir aber schneller spielen, als das gegen Ingolstadt der Fall war.“ Er muss heute allerdings auf zwei gesperrte Spieler verzichten. Dominic Peitz muss nach seiner 10. gelben Karte aussetzen, so dass im defensiven Mittelfeld Kai Schwertfeger zu seinem zweiten Einsatz von Beginn an kommt. Im Angriff ist Dimitrij Nazarov nach seinem Platzverweis in der hektischen Schlussphase des Spiels gegen den FC Ingolstadt für drei Spiele gesperrt. Da der Bulgare am vergangenen Samstag nicht in der Startelf gestanden hat, muss Kauczinski seine Angriffsformation nicht umbauen.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky und Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es mit Ausnahme von Sky Go leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Kleine, Mavraj, Baba – Fürstner, Sparv – Stieber, Trinks, Gießelmann – Füllkrug

Karlsruher SC: Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe – Schwertfeger, Yabo – Torres, Hennings, Alibaz – van der Biezen