24. Spieltag: 1. FC Union Berlin gegen FC Ingolstadt – Rollen die Eisernen das Feld von hinten auf?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Samstag, 08.03.14 | 06:50

Nach der unglücklichen ersten Rückrunde-Niederlage beim FC St. Pauli gilt es für den 1. FC Union, den Blick nach vorne zu richten. Mit einem Sieg gegen den FC Ingolstadt würde man im Rennen um die Aufstiegsplätze an diesem Wochenende mindestens einen Platz gutmachen, da die vor den Köpenickern liegenden Mannschaften aus Karlsruhe und Paderborn morgen gegeneinander antreten. Die Gäste aus Oberbayern reisen allerdings mit breiter Brust an, sie haben im Jahr 2014 noch kein Spiel verloren. Darüber hinaus sind die Schanzer mit nur drei Niederlagen in der Fremde die drittstärkste Auswärtsmannschaft der Liga, blieben als Gastteam zuletzt acht Mal in Folge unbesiegt. An der Alten Försterei konnte man allerdings in bislang vier Anläufen noch nie gewinnen, auch wenn man im vergangenen Jahr, als Iljan Micanski in der Schlussminute einen Elfmeter verschoss, nahe dran war. Mit einem Erfolgserlebnis heute könnte die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, denn trotz der jüngsten Serien beträgt der Abstand zum Relegationsplatz derzeit lediglich sechs Punkte.

Gegenüber dem letzten Heimspiel gegen Dynamo Dresden, bei dem man nur mit viel Glück mit einem 1:1 über die Runden kam, wird sich der FC Ingolstadt allerdings deutlich steigern müssen, wenn heute etwas Zählbares herausspringen soll. „Wir haben gegen Dresden zu wenig investiert. Vor allem was die Laufbereitschaft angeht, muss in Berlin viel, viel mehr kommen“, sagte der Chefcoach der Schanzer vor der Abfahrt nach Berlin. Hinten so wenig wie möglich zulassen, gegnerische Standards vermeiden und mit gutem Umschaltspiel und schnellen Kontern selbst für Gefahr sorgen, so lautet die taktische Marschroute für das heutige Spiel. Hasenhüttl kann dabei mit Ausnahme des weiterhin angeschlagenen Christian Eigler auf den kompletten Kader zurückgreifen. Allerdings dürfte der Ingolstädter Übungsleiter dennoch Änderungen an der Startelf vornehmen. Anstelle von Konstantin Engel etwa, der in dieser Woche aufgrund seines Länderspieleinsatzes für Kasachstan eine lange Reise hinter sich hat, könnte heute Danny da Costa auf der Rechtsverteidigerposition auflaufen. Und auf den Offensivpositionen stehen ohnehin mehrere Optionen zur Auswahl.

Im Kader von Union Berlin gibt es gegenüber dem Spiel am Montag eine Veränderung, denn Martin Dausch hat sich eine Grippe eingefangen und muss heute pausieren. Da der 27-Jährige in Hamburg nur eingewechselt worden war, muss Chefcoach Uwe Neuhaus nicht zwingend Veränderungen an der Startformation vornehmen. Allerdings wird heute wohl Adam Nemec an Stelle von Simon Terodde in der Sturmspitze spielen. Der Slowake, der wohlbehalten von seinem Länderspieleinsatz in Israel zurückgekehrt ist, könnte als Ex-Schanzer einen Tick mehr motiviert sein. Für Dausch wird entweder Björn Jopek oder Abdallah Gomaa in den 18er-Kader rutschen. Letzterer avancierte vor zwei Wochen bei seinem kurzen Zweitligadebüt mit einem beherzten Auftritt auf Anhieb zum Publikumsliebling, der 18-Jährige Ägypter benötigt nach Ansicht des Köpenicker Übungsleiters allerdings noch einige Zeit, um sich zu akklimatisieren.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky und Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es mit Ausnahme von Sky Go leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

1. FC Union Berlin: Haas – Pfertzel, Eggimann, Schönheim, Parensen – Özbek, Kreilach – Brandy, Köhler – Mattuschka – Nemec

FC Ingolstadt: Özcan – Engel (Da Costa), Gunesch, Matip, Danilo – Groß, Cohen – Hartmann, Quaner – Hofmann, Caiuby