Bernd Nehrig schließt Abschied in der Winterpause nicht aus

Kapitän ist derzeit nicht gefragt

Bernd Nehrig

Spielt momentan nur eine untergeordnete Rolle: Bernd Nehrig © Imago / Claus Bergmann

Mit zehn Punkten aus den letzten vier Spielen hat der FC St. Pauli trotz weiterhin ausbaufähiger Leistungen eine starke Antwort auf die Pleitenserie zuvor mit vier Niederlagen am Stück gegeben. Keine Rolle spielte dabei allerdings Kapitän Bernd Nehrig, der seit der 1:4-Niederlage am dritten Spieltag beim 1. FC Union Berlin nicht mehr zum Einsatz gekommen ist.

Im zentralen Mittelfeld der Braun-Weißen hat im Moment das Trio Marvin Knoll, Johannes Flum und Christopher Buchtmann die Nase vor Nehrig, der mit seiner derzeitigen Situation natürlich nicht zufrieden ist.

Gegenüber Bild gab der Routinier nun einen offenen Einblick in seine Überlegungen auch hinsichtlich eines möglichen Abschieds schon in der Winterpause: „Riskiere ich, dass ein Jahr nahezu ohne Spielen wegfliegt, der Vertrag ausläuft und ich dann mit 32 auf der Straße stehe? Oder macht man sich Gedanken, ob man sich vielleicht im Winter verändert, wenn die Situation sich nicht verbessert?“

Nehrig vermisst Rückmeldung von Kauczinski

Für Trainer Markus Kauczinski, der auch darauf verweist, dass Nehrig nach Knieproblemen erst seit zwei Wochen wieder schmerzfrei sei, kommen derlei Überlegungen indes zu früh. „Natürlich muss man sich immer Gedanken machen, wo man hin will, was man möchte. Ich finde, da ist jetzt nicht der Zeitpunkt für.“

Also muss ich davon ausgehen, dass es sportlich nicht mehr reicht. (Bernd Nehrig)

Möglicherweise wäre es aber der richtige Zeitpunkt für ein Gespräch zwischen Trainer und Kapitän. Denn aktuell vermisst Nehrig eine Rückmeldung von Seiten Kauczinskis, was auch ein Grund für eine wenig positive Einschätzung seiner Lage ist: „Derzeit ist es nicht der Fall. Also muss ich davon ausgehen, dass es sportlich nicht mehr reicht.“

Am heutigen Donnerstag im Testspiel bei Altona 93 dürfte Nehrig aber die Gelegenheit erhalten, sich zu zeigen. Anschließend gilt es die weitere Entwicklung bis Weihnachten abzuwarten. Ob der Mittelfeldmann dann ein halbes Jahr vor Vertragsende einen Abschied forciert, wird auch maßgeblich von den Einsatzzeiten bis Jahresende abhängen.

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