Vorschau auf Chemnitzer FC vs HSV

Analyse, Prognose & Quoten zum Spiel am 11.08.2019

Lukas Hinterseer vom HSV.

Lukas Hinterseer wartet noch auf sein erstes Pflichtspieltor für den HSV. ©imago images/Jan Huebner

Mit dem in allen Belangen überzeugenden 4:0-Sieg beim 1. FC Nürnberg hat der Hamburger SV seinen leidgeprüften Fans nach längerer Zeit mal wieder richtig Grund zur Freude gegeben. Sechs Tage nach der Gala im Max-Morlock-Stadion ist der HSV nun wieder auswärts gefordert und tritt in der ersten Runde des DFB-Pokals beim schlecht in die Saison gestarteten Drittliga-Aufsteiger Chemnitzer FC sicherlich als Favorit an.

Chemnitzer FC: Start in mehrerlei Hinsicht verkorkst

Beide Vereine treffen mit ihren ersten Mannschaften zum ersten Mal aufeinander. Der Chemnitzer FC trat allerdings schon 14 Mal gegen die Zweitvertretung des HSV an und weist dabei mit sechs Siegen, drei Unentschieden sowie fünf Niederlagen eine leicht positive Bilanz auf.

Für den Chemnitzer FC hätte in den vergangenen Wochen kaum mehr schieflaufen können als schiefgelaufen ist. Als wäre der sportliche Start mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen nicht schon problematisch genug, gab und gibt es auch abseits des Spielfeldes reichlich Probleme. Während dem insolventen Mutterverein die Abwicklung droht, wurde vergangene Woche Torjäger Daniel Frahn wegen seiner Nähe zu umstrittenen Fangruppierungen fristlos gekündigt.

Dass im Zuge dessen Sportdirektor Thomas Sobotzik Drohungen erhalten hat und gegen den HSV erhöhte Polizeipräsenz zu erwarten ist, soll den Fokus indes nicht vom Wesentlichen ablenken. Das freilich dürfte die Mannschaft von Trainer David Bergner nicht ganz einfach werden. Gleichzeitig besteht aber die Chance, mit einem unerwarteten Erfolg gegen den Favoriten aus Hamburg reichlich Selbstvertrauen zu tanken.

Größere personelle Umstellungen im Vergleich zur 1:3-Niederlage beim Halleschen FC sind unterdessen nicht zu erwarten. Möglich aber, dass der zuletzt wegen Leistenproblemen ausgefallene Rafael Garcia in die Startelf zurückkehrt. Tarsis Bonga könnte für den Kreativspieler Platz machen. Der erst am Freitag verpflichtete Daniel Bohl erweitert die Möglichkeiten im Mittelfeld.

HSV: Jatta dabei, Ewerton erneut nicht

Trotz des positiven Auftritts in Nürnberg herrschte auch rund um den HSV in den vergangenen Tagen reichlich Unruhe. Grund dafür ist der Fall Bakery Jatta. Die Unklarheiten um den Flügelspieler allerdings beeinflussen die sportlichen Überlegungen von Trainer Dieter Hecking nicht. „Aus meiner Sicht gibt es überhaupt keinen Grund, ihn nicht mitzunehmen“, ließ der HSV-Coach keinen Zweifel daran, auch in Chemnitz auf Jatta zu bauen.

Generell sind im Vergleich zur Partie in Nürnberg keine größeren Änderungen zu erwarten. Auch nicht in der Innenverteidigung, in der wieder Gideon Jung und Rick van Drongelen erwartet werden. Kyriakos Papadopoulos muss sich hinten anstellen, während Timo Letschert weiterhin ausfällt und sich Ewerton laut Heckings Aussage auf der PK am Freitag erneut verletzt hat.

Der breite Kader bietet indes schon Möglichkeiten zur Rotation. So könnte David Kinsombi mehr Einsatzzeit als an den ersten beiden Spieltagen erhalten. Und sollte Hecking Jatta doch aus dem Rampenlicht nehmen wollen, böten sich auf dem rechten Flügel mit Khaled Narey und Xavier Amaechi gleich zwei Alternativen.

Im Tor wird Hecking derweil aller Voraussicht nach nicht wechseln. Obwohl Tom Mickel eine gute Vorbereitung gespielt hat und auch Julian Pollersbeck noch da ist, wird Daniel Heuer Fernandes erneut beginnen.

Tipps & Quoten zum Spiel

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go (Anstoß: Sonntag, 15.30 Uhr), Free-TV-Highlights ab 18 Uhr in der ARD-Sportschau Kommentator: Karsten Petrzika

Unser abschließender Wett Tipp:

Der HSV hat in Nürnberg sein Potential auf den Platz gebracht. Gelingt das gegen einen noch nicht richtig in der 3. Liga angekommen CFC erneut, wird die Partie zu einer einseitigen Angelegenheit. Dazu empfehlen wir die erhöhte Quote von 888sport. »Jetzt mit 7.00-Quote (statt 1.30) auf HSV-Sieg tippen.