Darmstadt 98: Defensiv weiter stabil

Positive Entwicklung schon im letzten Drittel der Vorsaison

Dimitrios Grammozis

Hat die zuvor anfällige Lilien-Defensive im Frühjahr schnell stabilisiert: Dimitrios Grammozis. © imago images / Michael Schwarz

Als Dirk Schuster im Februar gehen musste, stand Darmstadt 98 nach 22 Spieltagen bei 40 Gegentoren. Nach einem 2:0-Sieg gegen Dynamo Dresden unter Interimstrainer Kai-Peter Schmitz kamen in den elf Partien unter dem neuen Cheftrainer Dimitrios Grammozis bis zum Saisonende nur noch 13 Gegentreffer hinzu.

Diese positive Entwicklung die Defensive betreffend haben die Lilien nun mit nur einem Gegentor an den ersten beiden Spieltagen beim Hamburger SV (1:1) und gegen Holstein Kiel (2:0) fortgesetzt.

Zwar darf nicht verschwiegen werden, dass die Partie in Hamburg bei einer besseren Chancenverwertung der Gastgeber vor der Pause auch einen anderen Verlauf hätte nehmen können, doch im zweiten Durchgang ließ Darmstadt im Volksparkstadion kaum noch zwingende Chancen zu. Ebenso wie gegen Holstein Kiel, das zwar 72 Prozent Ballbesitz verbuchte, aber nur selten richtig gefährlich wurde.

Lilien überzeugen mit Geschlossenheit

Für die Darmstädter Stabilität gibt es natürlich einige Gründe. Obwohl Grammozis grundsätzlich großen Wert auf eine spielerische Linie legt, ist sich der Lilien-Coach auch nicht zu schade dafür, seine Herangehensweise an den Gegner anzupassen. Gegen eine spielstarke Kieler Mannschaft staffelte sich Darmstadt etwas tiefer, gab den Störchen wenig Räume und hatte seinerseits über die schnellen Offensivkräfte Marcel Heller und Tim Skarke Platz für ein gefährliches Umschaltspiel.

Und Grammozis scheut auch nicht davor zurück, zur Verteidigung eines Vorsprungs komplett auf die Defensive zu setzen. So ersetzten in der Schlussphase gegen Kiel mit Mandela Egbo ein Außen- und mit Mathias Wittek ein Innenverteidiger die Offensivspieler Heller und Marvin Mehlem.

Ein Erfolgsfaktor ist ungeachtet dessen auch, dass stets die gesamte Mannschaft in der Rückwärtsbewegung präsent ist. Mittelstürmer Serdar Dursun mag zwar bei eigenem Ballbesitz manchmal zu eigensinnig agieren, präsentiert sich ansonsten aber als Teamplayer und rackert ebenso viel wie die offensive Dreierreihe. Auch Mehlem ist längst nicht nur ein technisch starker Gestalter, sondern überzeugt auch mit Balleroberungen.

Leistungsfördernder Konkurrenzkampf

Und auch wenn es zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas früh für ein Fazit ist, scheint auch die Personalplanung im Defensivbereich aufzugehen. Mit Dario Dumic, Immanuel Höhn und dem bislang in der zweiten Reihe stehenden Mathias Wittek tobt in der Innenverteidigung ebenso ein leistungsfördernder Konkurrenzkampf wie im defensiven Mittelfeld und auf den Außenverteidigerpositionen.

Hinzu kommt, dass für jede Position mindestens ein erfahrener Akteur zur Auswahl steht, zugleich aber mit jungen Akteuren wie Egbo oder Patric Pfeiffer in diesem Bereich auch die Mischung stimmt.

Alles in allem sind defensiv die Voraussetzungen für eine zumindest sorgenfreie Saison sicherlich gegeben. Und weil es auch in der Offensive mehr als nur positive Ansätze gibt, darf man sich aktuell im Lager der Lilien Hoffnungen machen, nach zwei zehnten Plätzen in Folge wieder in den einstelligen Bereich zu gelangen.

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