Darmstadt 98: Interesse an Okan Aydin?

Ex-Chemnitzer überzeugt bei Austria Klagenfurt

Okan Aydin im CFC-Dress.

Für Chemnitz lief Okan Aydin 19 Mal in der 3. Liga auf. ©imago images/Picture Point

Im Sommer hat sich Darmstadt 98 im Offensivbereich deutlich breiter aufgestellt. Mit Mathias Honsak, Erich Berko, Tim Skarke, Braydon Manu und Ognjen Ozegovic kamen gleich fünf neue Spieler für das offensive Mittelfeld, die Flügelpositionen und den Angriff. Wirklich überzeugen konnte aus diesem Quintett noch niemand.

Skarke stand zwar meist auf dem Platz, konnte einen guten Start mit zwei Toren an den ersten beiden Spieltagen bislang aber nicht bestätigen. Manu kam verletzungsbedingt noch gar nicht zum Einsatz, während sich Berko und Honsak ebenfalls nach Zwangspause erst in den letzten Wochen langsam herangearbeitet haben. Ozegovic war und ist nur als Backup für Serdar Dursun eingeplant, hatte bei nur drei Kurzeinsätzen aber noch kaum Gelegenheit, sich zu zeigen.

Auch weil die Neuen noch nicht wie erhofft eingeschlagen haben und weil Marvin Mehlem der Form der vergangenen Rückrunde hinterher hinkt, läuft die Darmstädter Offensive selten auf Hochtouren. Kein anderer Zweitligist hat an den ersten zehn Spieltagen seltener getroffen als die Lilien, die es wie der SV Sandhausen, Hannover 96 und der VfL Osnabrück auf lediglich zehn Treffer bringen.

Aydins Vertrag läuft bis 2022

Nachvollziehbar wäre es deshalb, würden sich die Darmstädter Verantwortlichen Gedanken darüber machen, wie das Offensivspiel angekurbelt werden kann und in diesem Zusammenhang auch auf den winterlichen Transfermarkt spekulieren.

Laut der Kleine Zeitung scheint man in Darmstadt auch schon konkret einen Kandidaten im Blick zu haben, der als mögliche Verstärkung in Frage käme. Demnach waren am Freitag Vertreter der Lilien vor Ort, als Austria Klagenfurt in der zweiten Liga Österreichs einen 2:0-Sieg gegen den SV Horn landete. Zum Mann des Tages avancierte dabei Okan Aydin, der beide Treffer erzielte und dem auch das Darmstädter Augenmerk gegolten haben soll.

Der 25-Jährige, der aus dem Nachwuchs von Bayer Leverkusen stammend 2012/13 sein einziges Bundesliga-Spiel für die Werkself bestritten hat, ist nach Stationen bei Eskisehirspor, Rot-Weiß Erfurt und dem Chemnitzer FC Anfang des Jahres in Klagenfurt gelandet und dort aufgeblüht. In der laufenden Saison stehen für den in Würselen geborenen Deutsch-Türken in zwölf Ligaspielen vier Tore und vier Vorlagen zu Buche.

Der 1,72 Meter große Aydin, dessen Vertrag in Klagenfurt bis 2022 läuft, kann im offensiven Mittelfeld alle Positionen spielen, fühlt sich auf dem linken Flügel aber am wohlsten. Ob Darmstadt einen konkreten Vorstoß unternimmt, bleibt freilich abzuwarten, zumal Aydin mit der 2. Bundesliga Neuland betreten würde und sich dort nach 117 Drittliga-Spielen (zwölf Tore, 18 Assists) erst einmal durchsetzen müsste.

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