Darmstadt 98: Selbstkritik und Verständnis für die Fans

Dimitrios Grammozis findet nach dem 1:3 in Fürth klare Worte

Dimitrios Grammozis

„Brutal enttäuscht“ nach der Niederlage in Fürth: Dimitrios Grammozis. © imago images / Michael Schwarz

Darmstadt 98 hat ein kleines Zwischenhoch mit zwei 1:0-Siegen beim FC St. Pauli und gegen Erzgebirge Aue, denen sieben sieglose Partien vorausgegangen waren, nicht bestätigen können. Stattdessen kassierten die Lilien im DFB-Pokal gegen den Karlsruher SC (0:1) und nun am gestrigen Samstag bei Greuther Fürth (1:3) zwei Niederlagen in Folge, die merklich auf die Stimmung drückten.

Unverkennbar war der Ärger der nach Fürth mitgereisten Fans, wofür Kapitän Fabian Holland auf der vereinseigenen Webseite aber stellvertretend für die gesamte Mannschaft Verständnis aufbrachte: „Es waren im Fanblock einige dabei, die richtig sauer waren. Nicht nur bei den Fans, sondern natürlich auch bei uns, weil wir mit dem Auftritt überhaupt nicht zufrieden sein können. Natürlich gehen wir nach so einem Spiel zu ihnen, um uns das alles anzuhören. Es war sicher gut, dass sie sich direkt auskotzen konnten.“

Richtungsweisende Partie gegen Regensburg

Holland ließ zwar die Steigerung nach der Pause nicht unerwähnt, bezeichnete die erste Halbzeit aber als „Totalausfall“ und hatte diese Sichtweise keineswegs exklusiv. Vielmehr übte neben einigen Mitspielern auch Trainer Dimitrios Grammozis harsche Kritik an der Vorstellung seiner Mannschaft.

Ich bin brutal enttäuscht über die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind. (Dimitrios Grammozis)

„Ich bin brutal enttäuscht über die Art und Weise, wie wir heute speziell in der ersten Hälfte aufgetreten sind“, so der Lilien-Coach, der Defizite in der Einstellung ausmachte: „Die Art und Weise, wie wir die Zweikämpfe geführt haben, war einfach nicht gut genug. Vielleicht dachte man nach zwei Siegen, dass auch ein paar Prozentpunkt weniger reichen würden, so können wir aber gegen keinen Gegner in der Liga bestehen. So kann man sich nicht präsentieren.“

Darüber, dass eine deutliche Steigerung insbesondere im Vergleich zum ersten Durchgang her muss, war man sich im Darmstädter Lager einig. Auch, da schon am Sonntag im Heimspiel gegen Jahn Regensburg der Druck wieder groß ist. Aktuell liegen die Lilien zwar noch fünf Punkte vor der Abstiegszone, doch die Mannschaften auf den Plätzen 16 bis 18 waren am Wochenende noch nicht im Einsatz. Ohne einen Erfolg gegen Regensburg droht folglich eine ungemütliche Länderspielpause.

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