Die Liga-Zwei Zwischenbilanz: Fürth

Was ist gut, was ist schlecht?

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Donnerstag, 08.09.16 | 14:53
Robert Zulj bedankt sich bei den Fans am Ronhof.

Bisher der überragende Mann von Greuther Fürth: Robert Zulj. ©Imago

Frei nach Kommentatoren-Legende Heribert Faßbender, der einmal bei einem Länderspiel schon nach 5 Spielminuten ein erstes Fazit gezogen hat, wagen wir von Liga-Zwei.de kurz nach Saisonstart ebenfalls eine erste Analyse aller Teams der 2. Bundesliga. Heute: Die Zwischenbilanz der SpVgg. Greuther Fürth!

Was läuft schon gut?

Nach zwei Siegen aus den ersten drei Spielen und dem daraus resultierenden 4. Platz in der Tabelle muss man festhalten, dass in Fürth eine Menge richtig gemacht wird. Einer der wichtigsten Gründe dafür ist Robert Zulj, der bislang überragend spielt, aber in dieser Form kaum über den nächsten Sommer hinaus zu halten sein dürfte. Auch Zuljs offensive Kollegen sind gut drauf: Vier von fünf Saisontreffern gehen auf das Konto der Stümer um den erfahrenen Sebastian Freis.

Was läuft noch schlecht?

Trotzdem müssen sich die Angreifer den Vorwurf der schlechten Chancenverwertung gefallen lassen. Zu sehen war das vor allem beim 1:0-Sieg gegen 1860 München, der deutlich höher hätte ausfallen können, und bei der 1:3-Niederlage in Hannover, die definitiv vermeidbar war. Außerdem ist die Hintermannschaft – wie schon in unserem Teamcheck vor Saisonbeginn angemerkt – eine Problemzone: Fünf Gegentore nach drei Spielen sind ein bisschen viel.

Wie funktionieren die Neuzugänge?

An der schwachen Defensiv-Leistung hat der neue Torwart Balasz Megyeri große Anteile, denn er machte bislang nicht immer den sichersten Eindruck. Der Ungar muss aufpassen, seinen Stammplatz nicht an Sascha Burchert zu verlieren – wobei der im Pokal auch nicht besonders gut ausgesehen hat. Noch gar keine Rolle spielen die Neuzugänge Lukas Gugannig, Sercan Sararer und Mathis Bolly. Das hängt aber teilweise mit Verletzungen zusammen.

Wesentlich besser zurecht gefunden haben sich Khaled Narey und Serdar Dursun. Narey absolvierte als Rechtsverteidiger alle Spiele über die vollen 90 Minuten und macht trotz seines jungen Alters einen sehr abgezockten Eindruck. Dursun wurde zunächst 2-mal eingewechselt und durfte beim 3:2-Sieg gegen Aue erstmals von Beginn an stürmen. Mit Erfolg, denn in dieser Partie gelang ihm prompt sein erstes Tor.

Prognose für die kommenden Wochen

Nach der Partie in Düsseldorf am Sonntag stehen für die „Kleeblätter“ binnen vier Tagen beide Franken-Derbys auf dem Programm, erst gegen Würzburg, dann in Nürnberg. Das wird sicher nicht leicht, aber wir rechnen damit, dass die SpVgg. Greuther Fürth weiter in Schlagdistanz zu den Spitzenplätzen der 2. Bundesliga bleiben wird.