Die WM-Fahrer der Zweitligisten

Gislason schon qualifiziert

Nürnbergs Rurik Gislason am Ball für die Nationalmannschaft von Island.

Offensiv-Spezialist mit Kämpferherz: Rurik Gislason ist mit Island bei der WM vertreten. ©Imago/VI Images

Im nächsten Jahr steht die Weltmeisterschaft an und auch die zweite Liga wird in Russland durch den ein oder anderen Spieler vertreten. Wer ist dabei und welcher Kicker muss mit seinem Heimatland noch um die Teilnahme zittern?

Wer ist dabei?

Rurik Gislason (1.FC Nürnberg)
Die Isländer haben es wieder geschafft. Nachdem sich das nordeuropäische Land bei der EM 2016 bis ins Viertelfinale durchschlug, bestätigten Gislason und Co. den Erfolg und sind auch bei der WM in Russland dabei. Den Quali-Sieg holte sich die Mannschaft von Trainer Heimir Hallgrimsson vor den deutlich erfahreneren Auswahlen von Kroatien, der Ukraine und der Türkei.

Für Gislason wird die Weltmeisterschaft das erste große Turnier. Die EM im vergangenen Jahr verpasste der 28-Jährige wegen Achillessehnenproblemen. Insgesamt bringt es der Offensivspieler bereits auf 41 Länderspiele. Das erste davon bestritt er im März des Jahres 2009.

Damals waren die Wikinger jedoch noch leichter zu schlagen. 1:2 hieß es am Ende von Gislasons erster Partie im Nationaltrikot gegen die Färöer Inseln. Im Laufe der Jahre brachte es der Nürnberger auf drei Länderspieltore, gegen Liechtenstein, Lettland und Estland.

Wer muss zittern?

Dimitris Diamantakos (VfL Bochum)
Griechenland muss als Gruppenzweiter noch durch die Playoffs, der Gegner wird am 17. Oktober ausgelost. Qualifizieren sich die Hellenen, hat auch der Bochumer Diamantakos gute Chancen auf die Reise nach Russland.

Zwar bestritt er bisher erst fünf Länderspiele, bis auf einen Quali-Spieltag wurde der Stürmer jedoch stets in das Aufgebot der Hellenen berufen. Auf dem Platz stand er allerdings nur 20 Minuten – beim 0:0 gegen Estland. Dies liegt daran, dass die Griechen traditionell sehr defensiv mit nur einer Spitze agieren.

Diese Rolle wird von Konstantinos Mitroglou (Olympique Marseille) ausgefüllt. Als Ergänzungsspieler hat Diamantakos dennoch gute Chancen auf die WM-Teilnahme – es wäre sein erstes Turnier mit Griechenland.

Robbie Kruse (VfL Bochum)
Kruse gewann mit Australien am Montag das Playoff-Spiel gegen Syrien, jetzt müssen die Socceroos eine weitere Runde überstehen. Im November geht es gegen Honduras.

Dabei baut Australien auf den Bochumer Kruse: Gegen Syrien steuerte er in Hin- und Rückspiel ein Tor sowie ein Vorlage bei. Zudem verpasste er keins der letzten 21 Länderspiele seines Heimtlands. Insgesamt bringt er es auf 58 Partien für Australien.

Aziz Bouhaddouz (St. Pauli)
Zum ultimativen Endspiel um die Teilnahme an der WM kommt es für Bouhaddouz und Marokko am 11. November. Dann treten die „Lions de l’Atlas“ bei der Elfenbeinküste an. Marokko reicht ein Punkt, um das WM-Ticket zu lösen. Bei einer Niederlage fährt die Elfenbeinküste nach Russland.

Bouhaddouz kann bisher auf elf Länderspiele zurück blicken, in denen er zwei Tore schoss. Zuletzt stand er beim 3:0-Sieg seines Heimatlandes gegen Gabun auf dem Feld. Neben dem Afrika Cup im Januar dieses Jahres wäre die Weltmeisterschaft das zweite große Turnier für den 30-Jährigen Stürmer.

Christoffer Nyman (Eintracht Braunschweig)
Der 25-Jährige lief bereits zehn Mal für die schwedische Nationalmannschaft auf, bei den jüngsten Duellen fehlte er allerdings verletzt. Dennoch zählt Nyman mindestens zum erweiterten Kreis der „Blagult“, stand drei Mal in der WM-Quali in der Startformation.

Damit es mit der WM-Teilnahme Nymans was wird, muss er sich mit Schweden jedoch erst mal qualifizieren. Die Playoffs stehen im November an.

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