Dynamo Dresden: Marco Hartmann vor ungewisser Zukunft

Routinier möchte noch zwei Jahre spielen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 19.04.20 | 07:31
Marco Hartmann

In der laufenden Saison erst mit sieben Einsätzen: Marco Hartmann (r.). © imago images / Robert Michael

Gleich 13 Spieler aus dem aktuellen Kader von Dynamo Dresden können im Moment nur bis zum Ende dieser Saison planen, laufen deren Verträge doch am 30. Juni aus. Wie es weitergeht, hängt zum einen natürlich davon ab, in welcher Liga die SGD in der Spielzeit 2020/21 antreten wird. Und aktuell noch mehr davon, ob die laufende Saison wie allgemein erhofft beendet werden kann, was den 36 Vereinen der ersten und zweiten Bundesliga in der derzeitigen Krisensituation enorm wichtige TV-Gelder einbrächte.

„ Aktuell ist es schwer zu planen. ”
Marco Hartmann

Den betroffenen Akteuren bleibt unterdessen nichts anderes übrig als abzuwarten und die nötigen Vorkehrungen zu treffen. So war Marco Hartmann bereits auf dem Arbeitsamt und hat sich ab dem 1. Juli als arbeitssuchend gemeldet. Der 32-Jährige zeigt gegenüber Tag24 Verständnis dafür, dass im Moment sämtliche Zukunftsgespräche ruhen, hofft aber auf eine baldige Besserung der Lage: „Aktuell ist es schwer zu planen. Außerdem habe ich noch zwei Monate Zeit. Bis dahin wird es auch eine Richtung geben und dann kann man sich zusammensetzen.“

Zwei Kurzeinsätze vor der Corona-Pause

Der 32-Jährige, der es in dieser Saison vornehmlich wegen verschiedener Blessuren nur auf sieben Einsätze bringt und der auch in den beiden Vorjahren insgesamt lediglich auf 33 Partien kam, verriet darüber hinaus auch, seine Karriere noch nicht beenden und gerne zwei weitere Jahre als Profi spielen zu wollen. Allerdings nicht um jeden Preis: „Ich höre mir Dinge in alle Richtungen an. Jetzt muss man gucken, was es für Möglichkeiten gibt. Irgendwas zu machen, nur um zwei Jahre Fußball zu spielen, das ist nicht Sinn und Zweck.“

Mit dem Hintergrund, dank seines Lehramtsstudiums bereits ein Standbein für die Zeit nach der aktiven Karriere zu haben, kann Hartmann der persönlichen Zukunft auch einigermaßen gelassen entgegensehen. Bevor sich die Planungen konkretisieren lassen, soll aber nach Möglichkeit das Sportliche wieder in den Mittelpunkt rücken. Dann wird der 2013 vom Halleschen FC zur SGD gekommene Hartmann alles daran setzen, kein zweites Mal mit Dynamo aus der 2. Bundesliga abzusteigen.

Dass es nach zuvor dreieinhalb Monaten Zwangspause aufgrund von Achillessehnenproblemen vor der aktuellen Unterbrechung bei den 2:1-Siegen bei Jahn Regensburg und gegen Erzgebirge Aue jeweils zu einem Kurzeinsatz reichte, dürfte dem Routinier Hoffnung gemacht haben, den Klassenerhalt schaffen und auch selbst noch einen Teil dazu beitragen zu können.