Dynamo Dresden: Philip Heise will nach England

Klare Aussagen vom Linksverteidiger

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 11.07.17 | 07:40
Philip Heise

Philip Heise will nach Wolverhampton © Imago

Optimal läuft die Vorbereitung von Dynamo Dresden auf die neue Saison aufgrund vieler verletzter Spieler noch nicht, was sich auch an der 0:3-Niederlage am Samstag im Test gegen Slovan Liberec ablesen ließ. Und nun kommt auch noch hinzu, dass sich mit Philip Heise ein eigentlich fest eingeplanter Leistungsträger gedanklich offenbar schon aus Dresden verabschiedet hat.

Vor einer Woche wurde bekannt, dass die Wolverhampton Wanderers mit einem millionenschweren Angebot um den Linksverteidiger werben, woraufhin die Dynamo-Verantwortlichen ihre generelle Haltung kommunizierten, laut der nach den ohnehin schon schmerzenden Abgängen der Eckpfeiler Stefan Kutschke, Akaki Gogia und Marvin Stefaniak keine weiteren wichtigen Akteure mehr gehen sollen. Nach dem Test gegen Liberec betonte Trainer Uwe Neuhaus so abermals, dass eine Freigabe für Heise aktuell nicht machbar sei.

Angebot seit drei Monaten bekannt?

Der 26-Jährige, der erst im Winter vom VfB Stuttgart gekommen ist und noch einen Vertrag bis 2019 besitzt, will sich mit diesem Veto seitens der SGD aber nicht abfinden und macht nun via Bild öffentlich richtig Druck.

„ Ich denke Tag und Nacht daran, bin im Kopf nicht mehr in Dresden. ”
Philip Heise

„In England zu spielen war immer mein Traum. Ich denke Tag und Nacht daran, bin im Kopf nicht mehr in Dresden. Und hoffe sehr, dass mir Dynamo ermöglicht, diesen Traum zu leben und mich ziehen lässt“, lässt Heise keinerlei Zweifel daran, lieber heute als morgen seine Koffer packen zu wollen.

Heise verriet überdies, dass Dynamo seit drei Monaten vom Angebot aus Wolverhampton wisse, betonte indes auch, nicht im Streit gehen zu wollen: „Ich möchte das alles einvernehmlich und friedlich klären. Werde jetzt weder Stunk machen, noch mich hängen lassen.“

Bleibt abzuwarten, ob sich eine Lösung finden lässt, die allen gerecht wird. Wohl nur dann, wenn Dynamo einen adäquaten Ersatz findet, was mit der im Raum stehenden Ablöse von 3,5 Millionen Euro freilich durchaus möglich sein sollte.

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