Dynamo Dresden schöpft trotz Niederlage neuen Mut

Torhüter Kevin Broll hadert, doch bleibt positiv

Kevin Broll im Tor der SG Dynamo Dresden

Konnte die Niederlage nicht verhindern: SGD-Keeper Kevin Broll. ©Imago images/Picture Point LE

Dynamo Dresden erlebte am Samstag ein unglückliches Spiel beim Hamburger SV. Sie gaben nicht nur eine zwischenzeitliche Führung aus der Hand, sondern kassierten in der Nachspielzeit auch noch das 1:2. Dresden bleibt somit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nach dem Spiel sprach Torwart Kevin Broll über die Auswärts-Niederlage und die schwierige Gesamt-Situation.

Herr Broll, wie bitter fühlt sich diese Niederlage an?
Kevin Broll: „So ist Fußball. Wenn du oben in der Tabelle stehst, kriegst du am Ende vorne noch ein Tor reingedrückt und gewinnst. Wenn du unten stehst, bekommst du den Ball ins eigene Tor reingedrückt und verlierst.“

Wie bewerten Sie den Gegentreffer zum 1:2, wo Sie den ersten Schuss noch gut parieren, David Kinsombi dann aber per Kopfball trifft?
Broll: „Ich muss den Ball nach außen abwehren. Keine Ahnung, warum der Ball in die Mitte hineinspringt und dann auch noch per Kopf reingemacht wird. Das ist eben das Glück des Tüchtigen. Wir hatten das Glück heute jedenfalls nicht auf unserer Seite. Klar: Dank des Video-Assistenten haben wir nicht höher verloren. Aber dafür ist er eben auch da.“

Wir können gegen solche Mannschaften bestehen. (über das HSV-Spiel)

Was kann Ihre Mannschaft dennoch aus dem großen Fight mitnehmen?
Broll: „Wir können gegen solche Mannschaften bestehen und gut spielen. Solche starken Mannschaften ermöglichen uns die Räume, weil sie selber sehr offensiv spielen. So kommen wir zu unseren Chancen. Aber unsere Chancenverwertung ist einfach schlecht.“

Ist es nicht trotzdem ein positives Zeichen, dem HSV fast einen Punkt abgenommen zu haben?
Broll: „Ja klar. Aber wenn wir jetzt sagen, wir haben gegen den HSV gut gespielt, dann kommt ein anderer um die Ecke und sagt, ihr habt aber verloren. Was sollen wir darauf dann antworten? Natürlich macht uns das Mut. Das bestätigt unsere Arbeit. Wir trainieren fleißig und machen gute Spiele. Aber wir kriegen einfach nicht die drei Punkte nach Hause – oder heute nicht einmal einen Punkt. Das ist extrem ärgerlich.“

Jeder muss seine 120 Prozent geben. (über Verbesserungspotential)

Alle Tore des HSV wurden per Videobeweis überprüft – zwei Treffer wurden gegeben, zwei weitere Treffer nicht. Wie haben Sie das wahrgenommen?
Broll: „Bei dem 1:1 vom Sonny Kittel war ich mir sicher, dass das zählen wird. Ich habe ihm auch gesagt, dass er das gut gemacht hat. Beim Tor von Harnik habe ich auch zuerst gedacht: Was hat er da denn jetzt gepfiffen? War das Abseits oder Foulspiel? Ich dachte, dass die beiden aberkannten Tore auch zählen würden. Letztendlich ist das jetzt aber auch egal. Wir hätten die Tore gar nicht erst kassieren dürfen.“

Hängt der Sieg des HSV vielleicht auch mit der Qualität zusammen, die die Hamburger auf der Bank haben? Immerhin kam noch ein Aaron Hunt und der spätere Siegtorschütze David Kinsombi ins Spiel…
Broll: „Dass der HSV einen großen und guten Kader hat, weiß jeder.“

Ihre Mannschaft hingegen hatte viele Verletzungsausfälle…
Broll: „Ja klar. Es gibt uns auf jeden Fall Mut, dass wir mit diesem „geschwächten Kader“ so gegen den HSV gespielt haben. Das zeigt, dass wir jeden brauchen. Beim FC St. Pauli sieht es momentan auch nicht anders aus. Jeder muss seine 120 Prozent geben. Dann kann man auch gegen eine gute Mannschaft wie den HSV bestehen. Umso ärgerlicher, wie es heute ausgegangen ist. Nun heißt es: Kopf hoch, weitermachen, Mund abputzen, hart arbeiten und nächste Woche dann wieder 120 Prozent geben.“

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