Dynamo Dresden: Stunk zwischen Löwe und Fiel?

Verteidiger zuletzt nur Bankdrücker

Chris Löwe im Spiel gegen Aue.

In Aue durfte Chris Löwe bislang das letzte Mal für Dynamo ran. ©imago images/Dennis Hetzschold

An Baustellen mangelt es Dynamo Dresden derzeit wahrlich nicht. Nach der Niederlage in Fürth rutschten die Schwarz-Gelben auf den Vorletzten Platz ab, zudem verkündete der Klub am Dienstag, dass ein Quartett im Training fehlt. Einer dieser vier Akteure ist Chris Löwe, der an Adduktorenproblemen laboriert.

Wahrscheinlich hätte der Linksverteidiger aber ohnehin nicht gespielt, denn seit einigen Wochen verzichtet Trainer Cristian Fiel auf den 30-Jährigen, dessen Verpflichtung im Sommer als kleiner Coup galt. Schließlich hatte Löwe mit dem BVB und Huddersfield beachtliche Erfolge gefeiert und sollte die Qualität im Kader deutlich erhöhen.

Unterschiedliche Meinungen

Zwischen ihm und Fiel ist es aber wie die „Bild“ (Ausgabe vom 23.10.2019) nun berichtet zu einer Meinungsverschiedenheit über die Interpretation der Außenverteidiger-Position gekommen. So will Fiel, dass seine Flügelspieler im Angriff auf Höhe der Stürmer agieren, Löwe sei aber der Ansicht, so könne er seine defensiven Aufgaben nicht ausreichend erfüllen.

Im System des Dynamo-Trainers beackern die Flügel ihre jeweilige Außenbahn praktisch alleine, da mit einer Dreierkette hinten das Zentrum geschlossen wird, während vorne meist zwei offensive Mittelfeldspieler ebenfalls relativ mittig einen Stürmer unterstützen.

Besetzung der Außenbahnen ein Problem

Die Laufleistung, die den Außenbahnspielern abverlangt wird ist hoch, so dass tatsächlich oft hinten Lücken entstehen. Beim zweiten Tor der Fürther am letzten Wochenende  fehlte etwa Unterstützung der Dreierkette durch den Linksverteidiger, der nicht schnell genug zurückeilen konnte. So ist Löwes Standpunkt verständlich, auf der anderen Seite operieren andere Mannschaften aber durchaus erfolgreich mit einfach besetzten Flügeln.

Dementsprechend schwer tut sich Fiel auch mit der passenden Besetzung der linken und rechten Seite. Statt Löwe bot er links erst den gelernten Defensivmann Brian Hamalainen auf, zuletzt versuchte er es mit dem offensiv veranlagten Patrick Möschl. Rechts durfte es meist Patrick Ebert probieren, seltener Niklas Kreuzer, der nun aber gesperrt ist.

Auf der Suche nach einem passenden Wettanbieter? Alle tipico Erfahrungen lesen und auf das nächste Dynamo-Spiel wetten!