Eintracht Braunschweig: Der Saison-Rückblick 2016/17

Was war gut, was war schlecht?

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 31.05.17 | 17:43
Nik Omladic im Zweikampf mit Kristian Pedersen

Nik Omladic (hier im Zweikampf mit Unions Kristian Pedersen) spielte mit Braunschweig eine starke Saison. ©Imago/Matthias Koch

Eintracht Braunschweig spielte eine konstant gute Saison. Nie waren die roten Löwen schlechter als Rang vier, bis zum vorletzten Spieltag hatten sie beste Chancen auf den direkten Aufstieg. Nach den Niederlagen in der Relegation gegen Wolfsburg musste der BTSV seine Aufstiegs-Hoffnungen jedoch begraben.

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Was war gut?
Nach der Hinrunde stand Braunschweig auf Platz eins, zwei Punkte vor den Aufsteigern Hannover und Stuttgart. Vor allem ihre Heimstärke gab den Niedersachsen Zuversicht. Zuhause verlor der BTSV vor der Winterpause kein Spiel. In der gesamten Saison schoss das Lieberknecht-Team im Schnitt 17 mal pro Heimspiel aufs Tor – Ligabestwert.

Was war schlecht?
Zwei Spieltage vor Schluss standen die roten Löwen noch auf Platz zwei. Dann folgte die 0:6-Niederlage in Bielefeld und Hannover zog dankbar vorbei. Den Aufstieg verspielte Braunschweig auch in den direkten Duellen gegen Stuttgart und Hannover. Auswärts verlor der BTSV jeweils, während zuhause nur ein Unentschieden heraussprang.

Wer hat überrascht?
Unerwartet kam das starke Comeback von Domi Kumbela. Der mittlerweile 33-jährige schoss in zwei Spielzeiten für Karabükspor und Fürth zusammen vier Treffer. Nach dem Wechsel zu Braunschweig schaffte der Publikumsliebling auf Anhieb 13 Tore. Nach dem Abgang von Rafal Gikiewicz war die Torhüter-Position vakant. Jasmin Fejzic übernahm die Rolle des Schlussmanns und wurde zu einem bärenstarken Rückhalt für den BTSV.

Braunschweigs Stürmer Domi Kumbela beim Torschuss

Domi Kumbela wurde nach seiner Rückkehr zum Leistungsträger bei der Eintracht. © Imago

Wer hat enttäuscht?
Salim Khelifi war mit acht Toren in der letzten Saison noch Braunschweigs bester Torschütze. In dieser Spielzeit machte der Schweizer nur 11 Spiele von Beginn an und war gerade in der wichtigen Endphase der Saison meist nur Bankdrücker. Für ihn ein Rückschritt.

Wie haben sich die Neuen geschlagen?
Eintracht Braunschweig entschied sich im Sommer bewusst dazu, seine eingespielte Mannschaft nicht auseinanderzureißen. Mit lernwilligen und entwicklungsfähigen Spielern sollte eine homogene Einheit gebildet werden.

Mit viel Vorschusslorbeeren kam Stürmer-Talent Suleiman Abdullahi nach Braunschweig. Der erst 19-jährige Abdullahi war fast die komplette Hinrunde verletzt und musste sich in der Rückrunde erst an die zweite Bundesliga gewöhnen. Spielerisch deutete der 1,85 Meter große Nigerianer sein Potential an, in dieser Saison war er jedoch noch keine große Verstärkung. Julius Biada wechselte aus der dritten Liga zum BTSV und konnte mit drei Toren aus acht Startelf-Einsätzen zunächst überzeugen. Häufiger wurde er jedoch als Joker eingesetzt, in seinen 13 Einsätzen konnte er aber kein Tor erzielen.

Onel Hernandez kam von Wolfsburg II, wo der mittlerweile 24-jährige den Sprung zu den Profis nie geschafft hat. In Braunschweig schenkte ihm Coach Lieberknecht das Vertrauen. Hernandez zahlte dies vor allem in der Hinrunde mit vier Treffern und drei Vorlagen zurück.

Eine echte Verstärkung war der Schwede Christoffer Nyman. Mit seinem Einsatzwillen und seiner vorbildlichen Einstellung ging er stets voran. Seine Leistungen auf dem Platz waren konstant gut, was auch seine Statistik aussagt: Elf Tore und zwei Vorlagen in 31 Partien sind ein starker Wert.

Die Erwartungen voll erfüllt hat Quirin Moll. Der 26-jährige kam aus Dresden und war vor allem mit seiner Zweikampfstärke eine wichtige Alternative im zentralen Mittelfeld.

Mit Gustav Valsvik kam ein weiterer Spieler aus Norwegen nach Braunschweig. Der 1,95 Meter große Innenverteidiger passte sich schnell an die robuste Spielweise in der zweiten Liga an und zeigte beständig gute Leistungen. Das machte sogar den norwegischen Nationaltrainer auf ihn aufmerksam: Am 26. März gab er beim 0:2 gegen Nordirland sein Länderspieldebüt.

Wie geht´s weiter?
Nach dem verpassten Aufstieg müssen sich die Braunschweiger vermutlich kurz schütteln, dann beginnen die Personalplanungen für die neue Saison.

Wie vor der vergangenen Spielzeit will Braunschweig den Kader größtenteils zusammenhalten. Die Verträge von Kapitän Marcel Correia und Phil Ofosu-Ayeh laufen aus, Gerüchten zufolge zieht es Ofosu-Ayeh nach England. Correia erhält wohl ein neues Vertrangsangebot.

Christoffer Nyland soll durch seine starken Auftritte Begehrlichkeiten geweckt haben, er hat allerdings noch einen Vertrag bis 2019.

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