Eintracht Braunschweig: Die Außenbahnen als Problemzone

Ausfall von Benjamin Kessel reißt die nächste Lücke

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 11.12.20 | 07:16
Benjamin Kessel

Benjamin Kessel fehlt der Eintracht zunächst auf unbestimmte Zeit. © imago images / Beautiful Sports

Gegen den VfL Osnabrück kann und will Eintracht Braunschweig am Sonntag den Sprung weg vom Relegationsplatz schaffen. Gelingt dem mit zehn Punkten aus den ersten fünf Partien im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße durchaus heimstarken Aufsteiger der erhoffte Dreier,  ist in der Tabelle sogar ein deutlicher Satz ins Mittelfeld möglich.

Im Vorfeld allerdings plagen Trainer Daniel Meyer einige Personalsorgen insbesondere die defensiven Außenbahnen betreffend. Denn neben Linksverteidiger Niko Kijewski, der mit einem Kreuzbandriss noch lange fehlt, hat es am vergangenen Wochenende beim 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli auch Benjamin Kessel erwischt. Der 33-Jährige, der sich zuletzt wieder in die Mannschaft gespielt und gegen die Kiezkicker in der Dreierkette aufgelaufen war, musste mit einer Schulterverletzung ausgewechselt werden.

Niklas Kreuzer ist kein Thema

Das Ausmaß der Verletzung ist noch unklar, doch aktuell ist laut der Braunschweiger Zeitung nicht ausgeschlossen, dass Kessel operiert werden muss und danach monatelang nicht zur Verfügung steht. Zu Danilo Wiebe, der vom zentralen Mittelfeldspieler zum Rechtsverteidiger umfunktioniert wurde, fehlt damit eine passende Alternative, wie auch Geschäftsführer Peter Vollmann anmerkt: „Danilo hat das auf dieser Position gut gemacht und präsentiert sich vor allem sehr laufstark, trotzdem brauchen wir auch für ihn einen Backup.“

Mit Iba May, der sich nach Knieproblemen wieder herangearbeitet hat, gibt es im Kader zwar noch einen Akteur, den Trainer Daniel Meyer auch schon als Außenverteidiger getestet hat, doch verfügt der 22-Jährige lediglich über die Erfahrung aus zwei Kurzeinsätzen in der 2. Bundesliga und fühlt sich im Zentrum auch deutlich wohler.

Da in Abwesenheit von Kijewski auch links eine Alternative zu Lasse Schlüter fehlt, dürften die defensiven Außenbahnen bei der winterlichen Suche nach Verstärkung auf der Agenda relativ weit oben stehen. Der vereinslose Niklas Kreuzer, der auf beiden Seiten eingesetzt werden kann und im Umfeld gehandelt wird, ist laut der „Braunschweiger Zeitung“ indes kein Thema.