Eintracht Braunschweig: Ein gefühlter Sieg dank Fejzic und dem Aluminium

Torloses Remis in Würzburg trotz doppelter Unterzahl

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 16.01.21 | 07:29
Jasmin Fejzic

Jasmin Fejzic rettete der Eintracht in Würzburg mehrfach die Null. © imago images / Hübner

Der erhoffte Befreiungsschlag ist Eintracht Braunschweig im Aufsteiger- und Kellerduell bei den Würzburger Kickers zwar nicht gelungen, doch immerhin konnte der BTSV mit dem torlosen Unentschieden am Dallenberg einen direkten Konkurrenten fünf Punkte auf Abstand halten. Weil der eine Punkt trotz am Ende doppelter Unterzahl nach Gelb-Rot gegen Dominik Wydra (51.) und Rot gegen Manuel Schwenk (66.) über die Zeit gebracht wurde, konnte die Eintracht zudem zumindest einen gefühlten Sieg verbuchen.

„ Wir haben uns in jeden Ball reingeschmissen. ”
Jasmin Fejzic

Ein wieder einmal starker Jasmin Fejzic im Tor, dem überdies zwei Mal das Aluminium helfend zur Seite stand, war aus Braunschweiger Sicht der Matchwinner, hob auf der vereinseigenen Webseite aber die leidenschaftliche Mannschaftsleistung hervor. „Wir haben uns in jeden Ball reingeschmissen, haben versucht nichts zuzulassen. Wir hatten am Ende mit dem Pfostenschuss auch Glück, aber nichtsdestotrotz können wir stolz sein und uns an einer solchen Leistung hochziehen. Spiele wie diese schweißen eine Mannschaft zusammen.“

Eintracht vor Hammerwochen

Ähnlich äußerte sich Trainer Daniel Meyer, der beim Foul von Würzburgs Daniel Hägele in der 25. Minute gegen Felix Kroos ebenfalls eine rote statt der gezeigten gelben Karte für angebracht gehalten hätte, aber im Nachgang vor allem das Positive thematisierte: „Wie wir das Unentschieden verteidigt haben, zeigt dass die Gruppe intakt und die Jungs füreinander da sind. Wir nehmen diesen Punkt mit und halten den Abstand auf Würzburg, das war unser Minimalziel. Wir haben zum ersten Mal zwei Spiele in Folge zu Null gespielt und gegen alle Mitkonkurrenten im Keller zumindest gepunktet. Darauf müssen wir aufbauen und uns weiter steigern.“

Punktetechnisch zuzulegen, was angesichts einer weiterhin alles andere als komfortablen Lage auf Relegationsplatz 16 nötig ist, wird in den nächsten Wochen allerdings alles andere als einfach. Gegen den Hamburger SV und den 1. FC Heidenheim, bei Holstein Kiel, gegen Hannover 96 und beim VfL Bochum warten fünf dicke Brocken nacheinander auf die Eintracht, die erst am 22. Spieltag gegen Jahn Regensburg wieder auf einen Gegner aus dem hinteren Bereich der Tabelle trifft.