Eintracht Braunschweig: Langsamer Umbruch eingeleitet – Julius Düker ein Gesicht der Zukunft?

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 01.10.14 | 07:48

Mit dem 2:1 gegen den SV Sandhausen hat sich Eintracht Braunschweig zumindest auf den zehnten Platz der 2. Bundesliga vorgearbeitet, der aber nicht den Ansprüchen beim Bundesliga-Absteiger entspricht. Auch wenn der direkte Wiederaufstieg nicht als Ziel ausgegeben wurde, wollte die Eintracht eigentlich schon im vorderen Drittel mitmischen, ist davon aber im Moment noch ein gutes Stück entfernt.

Anders als nach dem 2:0 gegen den SV Darmstadt 98 im vorletzten Heimspiel, auf das gleich wieder eine 0:1-Pleite beim FC St. Pauli folgte, will Braunschweig diesmal nach dem Sieg über Sandhausen nachlegen. Beim Tabellenführer FC Ingolstadt hängen die Trauben zwar hoch, doch hat man beim BTSV nach den jüngsten beiden Heimerfolgen inzwischen wieder eine etwas breitere Brust.

Dafür sorgen auch einige junge Spieler, die auf dem besten Weg sind, einen Generationenwechsel einzuleiten. Während Saulo Decarli seit seinem verspäteten Debüt in Folge einer Oberschenkelverletzung aus der Innenverteidigung nicht mehr wegzudenken und der bald 35-jährige Deniz Dogan nur noch zweite Wahl ist, setzen sich auch auf anderen Positionen jüngere Kräfte immer mehr in Szene. So agierte der bislang meist auf der offensiven Außenbahn aufgebotene Raffael Korte gegen Sandhausen erstmals im zentralen Mittelfeld und konnte nicht nur wegen seiner beiden Torvorlagen überzeugen. Mit Marc Pfitzner musste dafür ein weiterer Routinier auf die Bank. Ebenso wie im Angriff Dennis Kruppke, für den Mushaga Bakenga auflief und sich bei Trainer Torsten Lieberknecht mit dem Treffer zum 2:0 für das Vertrauen bedankte.

Nach einem gelungenen Spiel wäre es zwar zu früh, von einem erfolgreichen Umbruch zu sprechen, doch wohin der Weg der Eintracht führen soll, zeigte auch die Einwechslung von Julius Düker. Der Kapitän der U19 feierte in den letzten vier Minuten sein Profi-Debüt und dürfte im Laufe der Saison noch mehr Chancen erhalten. Mit drei Toren in fünf Spielen in der A-Junioren-Bundesliga sowie zwei Treffern für die zweite Mannschaft in der Regionalliga hat sich der 18-jährige Angreifer jedenfalls für höhere Aufgaben empfohlen.