Eintracht Braunschweig: Nicht nur der Schiedsrichter war schuld

Daniel Meyer kritisiert auch eigene Fehler

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 20.12.20 | 07:26
Daniel Meyer

Hatte nach der Niederlage gegen Fürth mehrere Kritikpunkte: Daniel Meyer. © imago images / osnapix

Sollte der SV Sandhausen am heutigen Sonntag gegen Holstein Kiel nicht verlieren, müsste Eintracht Braunschweig die Weihnachtsfeiertage anstatt am rettenden Ufer auf dem Relegationsplatz verbringen. Die Chance, den Anschluss ans untere Tabellenmittelfeld herzustellen, hat der Aufsteiger am gestrigen Samstag mit der 0:3-Heimniederlage gegen Greuther Fürth verpasst und steht damit zum Start ins neue Jahr direkt unter Druck.

Zunächst aber bieten der Dienstag und das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen Borussia Dortmund noch die Möglichkeit, einerseits aus einer krassen Außenseiterrolle heraus Selbstvertrauen zu tanken und andererseits dem Verein zusätzliche, nicht einkalkulierte Einnahmen zu sichern, die die winterliche Suche nach Verstärkung deutlich erleichtern würden.

Bevor sich der Blick endgültig auf das Gastspiel des BVB richtet, wird intern sicherlich auch die Niederlage gegen Fürth noch einmal analysiert. Dass dabei Schiedsrichter Robert Hartmann mit gleich zwei ausgebliebenen Elfmeterpfiffen für die Eintracht eine Rolle spielte, sprach Routinier Felix Kroos auf der vereinseigenen Webseite deutlich an: „Meiner Meinung nach wurden wir klar benachteiligt vom Schiedsrichter.“

Meyer mit Defensiv- und Offensivverhalten unzufrieden

Auch Trainer Daniel Meyer sprach in der „Sportschau“ davon, dass die versagten Elfmeter „spielentscheidend“ waren. Doch sowohl Kroos als auch Meyer sahen den Schiedsrichter keineswegs als Alleinschuldigen an, sondern packten sich nach der bereits siebten Saisonniederlage ebenso an die eigene Nase.

„ Am Ende hauen wir uns die Dinger irgendwo selber rein. ”
Felix Kroos

„Am Ende hauen wir uns die Dinger irgendwo selber rein, wie es beim 0:2 der Fall war. Dafür müssen wir uns auch die Fehler ankreiden lassen“, übte Kroos offene Selbstkritik, während Meyer nicht nur das Defensivverhalten thematisierte, sondern auch die an den Tag gelegte Abschlussschwäche: „Wir hatten in Person von Abdullahi die Riesenchance, den Ausgleich zu erzielen – sowas dürfen wir nicht weglassen! Es ist aber indiskutabel, wie wir das zweite Gegentor kassieren.“

Gegen den BVB muss ungeachtet von dessen derzeit auch nicht optimaler Verfassung sicherlich in allen Belangen eine Steigerung her, um bestehen zu können. Richtig wichtig wird es dann im Januar, wenn nach den Spielen bei Erzgebirge Aue und gegen Fortuna Düsseldorf das Kellerduell bei den Würzburger Kickers wartet.