Eintracht Braunschweig: Spitzenreiter beseitigt Restzweifel und marschiert Richtung Bundesliga

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 03.02.13 | 08:08

Obwohl in der Vorbereitung gut gearbeitet wurde und sich durch die Rückkehr einiger lange verletzter Spiele die personellen Möglichkeiten für Trainer Torsten Lieberknecht noch einmal erweitert haben, war bis zum gestrigen Auftakt in die Restrückrunde beim SC Paderborn rund um Eintracht Braunschweig eine gewisse Unsicherheit geblieben, ob der souveräne Herbstmeister seine Leistungen aus dem vergangenen halben Jahr auch nach der Winterpause würde zeigen können.

Mit dem 2:1-Erfolg in Paderborn zerstreute die Eintracht aber alle Zweifel. Vor allem auch deshalb, weil der Sieg angesichts von zahlreichen ausgelassenen hochkarätigen Chancen insbesondere durch Orhan Ademi und Norman Theuerkauf weitaus höher hätte ausfallen können, wenn nicht sogar müssen. Trainer Lieberknecht war dementsprechend nach der Partie nicht restlos zufrieden, aber dennoch glücklich über den ersten Dreier im ersten Spiel 2013: „Wir wussten, dass Paderborn zu einer schwierigen Hürde am ersten Spieltag der Rückrunde wird. Es ist eine spielstarke Mannschaft, dies haben sie heute auch phasenweise gezeigt. Dennoch haben wir das gut gemacht. Wir hätten zwar frühzeitig auf 2:0 oder 3:0 erhöhen müssen, aber es war insgesamt ein verdienter Sieg. Letzte Saison haben wir gegen Paderborn einen Punkt geholt, diese Saison sind es sechs. Das zeigt unsere gute Entwicklung.“

Mit Oliver Petersch, der nach langer Verletzungspause erstmals überhaupt im Kader stand und gleich von Anfang an ran durfte, hatte Lieberknecht zudem ein glückliches Händchen. Der 2011 von Rot-Weiß Oberhausen gekommene Mittelfeldspieler, der auch als Rechtsverteidiger spielen kann, brachte die Eintracht in der neunten Minute auf die Siegerstraße und zeigte auch ansonsten eine ansprechende Partie. Kein Wunder, dass der 23-Jährige anschließend ein rundum positives Fazit zog: „Es ist ein schönes Gefühl nach so langer Zeit wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Ich habe dieses Ziel immer vor Augen gehabt. Schön, dass es im ersten Spiel gleich mit einem Tor geklappt hat, aber wichtiger ist, dass die Mannschaft gewonnen hat.“