Eintracht Braunschweig: Was wurde aus den Abgängen 2020?

Das machen Fürstner, Pourié & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 10.11.2020 | 15:45
Stephan Fürstner im BTSV-Dress.

Stephan Fürstner ging statt in Liga zwei in die Regionalliga. ©imago images/pmk

Mit 14 Abgängen fiel die personelle Reaktion auf den Aufstieg bei Eintracht Braunschweig vergleichsweise moderat aus. Trotzdem gehen wir auf Spurensuche und beleuchten, wohin es die ehemaligen „Löwen“ verschlagen hat und wie sie sich bei ihren neuen Aufgaben schlagen.

Stephan Fürstner
Im Vorjahr häufig verletzt, marschiert der Routinier nun in der zweiten Mannschaft von Mainz 05 vorweg. Beim Nachwuchs des Bundesligisten ist der Abräumer gesetzt, stand in acht der zehn Regionalliga-Partien in der Startelf. Statt Abstiegskampf in Liga zwei blüht ihm der aber auch in der Südwest-Staffel.

Bernd Nehrig
Der letztjährige Kapitän hat nach einer Verletzung den Trainingsrückstand aufgeholt und sich am letzten Spieltag vor der Unterbrechung erstmals in die Startelf von Viktoria Berlin gespielt. Für den Klub läuft’s in der Regionalliga Nordost perfekt: 33 Punkte nach elf Spieltagen bedeuten die souveräne Tabellenführung.

Orhan Ademi
Beim MSV Duisburg bis zu dessen Freistellung mit Torsten Lieberknecht vereint, spielt auch der Stürmer gegen den Abstieg, allerdings in der 3. Liga. Im Sturmzentrum ist kein Vorbekommen an Vincent Vermeij, zuletzt durfte sich Ademi aber regelmäßig als hängende Spitze in der Startelf zeigen. Mit einem Treffer in sechs Einsätzen noch ohne die ganz große Durchschlagskraft.

Steffen Nkansah
Beim FSV Zwickau hat der Verteidiger sein Glück noch nicht gefunden. An den ersten drei Spieltagen überhaupt nicht im Kader, saß er die letzten vier Mal auf der Bank und durfte mit neun Minuten gegen Dresden immerhin sein FSV-Debüt geben. Wird sich im Training bei Coach Joe Enochs weiter anbieten müssen.

Nick Otto
Bereits in der Runde an Jeddeloh II verliehen, wechselte der junge Innenverteidiger im Sommer fest zum Nord-Regionalligisten. Verpasste noch keine Minute beim Tabellensechsten der Gruppe Süd, muss mit der Mannschaft aber noch mindestens einen Platz nach oben klettern, um am Saisonende nicht in die Abstiegsrunde zu müssen.

Mike Feigenspan
Blieb der 3. Liga enthalten und schloss sich dort Uerdingen an. Erwischte wie die ganze Mannschaft einen durchwachsenen Saisonstart und pendelt zwischen Bank und Startelf: Durfte bei fünf von acht Einsätzen von Anfang an wirbeln. Mit zwei Vorlagen noch nicht so präsent wie im Vorjahr (fünf Tore & drei Assists).

Roman Biryukow
Für die Chance auf mehr Spielzeit wechselte der junge Keeper zum LSK Hansa in die Regionalliga Nord. Setzte sich dort als Nummer Eins durch und hat alle Hände voll zu tun: Hansa blieb an den neun Spieltagen bis zur Unterbrechung nur drei Mal ohne Gegentor.

Merveille Biankadi nimmt Tempo auf.

Auch im zweiten Anlauf ist Merveille Biankadi in Heidenheim noch nicht glücklich geworden. ©imago images/Christian Schroedter

Robin Becker
Mit Dynamo Dresden wurde der sofortige Wiederaufstag angepeilt, es läuft aber noch nicht rund. Während der Klub seinen Ambitionen hinterherläuft, wird der Rechtsverteidiger vom Verletzungspech verfolgt: Ein Muskelfaserriss und eine Oberschenkelverletzung ließen bisher nur zwei Drittliga-Spiele und den rauschenden 4:1-Pokalerfolg über den HSV zu.

Yannik Bangsow
Auf der Torhüterposition stellte sich die Eintracht bekanntlich neu auf, für mehr Spielpraxis wurde der Keeper an Viktoria Köln verliehen. Dort hat er den Erst- und Zweitligaerfahrenden Sebastian Mielitz vor der Nase, an dem er wohl nur sehr schwer vorbeikommen wird.

Marc Pfitzner
Eigentlich als Spieler der zweiten Mannschaft schon auf dem sanften Übergang in die Zeit nach der Karriere, hängte der Routinier doch noch eineinhalb Jahre dran. Im Sommer war endgültig Schluss, BTSV-Trainer Daniel Meyer plante nicht mehr mit dem gebürtigen Braunschweiger. Bastelt als Co-Trainer der U19 an der Karriere nach der Karriere.

Alfons Amade
Kehrte nach einjähriger Leihe zurück zur zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim. Pendelte zu Saisonbeginn zwischen Bank und Startelf, hat sich in letzter aber mittlerweile festgespielt. Kämpft in der auf 22 Mannschaften aufgeblähten Regionalliga-Südwest um den Klassenerhalt, bei einem Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Kevin Goden
Kehrte nach Nürnberg zurück, spielt dort in den Plänen des neuen Trainers Robert Klauß aber offenbar keine Rolle, zumal hinten rechts Kapitän Enrico Valentini gesetzt ist. Kam drei Mal für die Reserve des „Club“ in der Regionalliga Bayern zum Einsatz und erzielte dabei drei Treffer.

Marvin Pourié
In Karlsruhe auch nach der Rückkehr ohne Perspektive, wurde der Angreifer nach Kaiserslautern verliehen. Sah im zweiten Spiel direkt gelb-rot, kam mit drei Toren in den letzten vier Spielen zuletzt aber in Fahrt. Sein Treffer gegen Zwickau am vergangenen Wochenende bildete zudem den Grundstein für den ersten Liga-Sieg der „Roten Teufel“, die aber weiterhin auf einem Abstiegsplatz rangieren.

Merveille Biankadi
Kehrte nach einem halben Jahr Braunschweig nach Heidenheim zurück, bei seinem Stammklub aber weiterhin außen vor. In der vergangenen Hinrunde wenigstens noch Stammgast auf der Bank, stand er in der Spielzeit 2020/21 noch kein einziges Mal im Zweitliga-Kader.

Wen haben die anderen Klubs verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.