Erzgebirge Aue: Bester Start seit 2004

Effizienz und Kaderbreite als Stärken

Dimitrij Nazarov von Erzgebirge Aue

Zwei Spiele, zwei Tore: Dimitrij Nazarov ist gut in die neue Saison gekommen. © imago images / Picture Point

Dem aufgrund eines Trauerfalls in der Familie derzeit freigestellten Daniel Meyer dürfte am gestrigen Sonntag zumindest ein wenig warm ums Herz geworden sein. Beim 3:2-Sieg von Erzgebirge Aue gegen Wehen Wiesbaden wurde der abwesende Coach zunächst von den Fans gefeiert, ehe die Mannschaft die eingefahrenen drei Punkte ihrem Cheftrainer widmete.

Nach zwei Spieltagen liegt Aue mit der Optimalausbeute von sechs Punkten auf dem zweiten Platz und kann auf den besten Saisonstart seit 2004/05 zurückblicken. Damals legten die Veilchen mit einem 5:1 bei Rot-Weiss Essen furios los und legten einen 3:1-Heimsieg gegen den TSV 1860 München nach. Zwar gab es in der dritten Partie eine 0:1-Niederlage bei Greuther Fürth, doch am Ende standen 51 Punkten und der siebte Tabellenplatz zu Buche.

In Fürth und gegen Wiesbaden sehr effizient

Gegen einen ähnlichen Saisonverlauf hätte in Aue nun sicher niemand etwas einzuwenden, zumal es der erklärte Wunsch von Klubboss Helge Leonhardt ist, einmal nicht bis in die Endphase einer Spielzeit zittern zu müssen.

Ob dieser Wunsch in Erfüllung gehen kann, lässt sich derzeit noch nicht seriös prognostizieren, zumal Aue bei den Siegen in Fürth (2:0) und gegen Wehen Wiesbaden (3:2) vor allem von seiner Effizienz profitierte. Dass beide Erfolge nicht unbedingt zwangsläufig waren, lässt sich anhand der Torschussverhältnisse von 11:24 in Fürth und von 11:23 gegen Wehen Wiesbaden erkennen.

Und doch spricht es für die Veilchen, dennoch beide Partien gewonnen zu haben. Insbesondere die Offensive ist derzeit nur schwer auszurechnen. Spieler wie Philipp Zulechner von der Bank bringen zu können und dann noch einen in der Vorbereitung vielversprechend aufgetretenen Christoph Daferner in der Hinterhand zu wissen, ist sicherlich ein Plus.

Alternativen in der zweiten Reihe

Generell hat der Kader in der Breite an Qualität gewonnen. Nicht zufällig war Tom Baumgart als Joker sowohl in Fürth mit der Vorbereitung des zweiten Tores als auch gegen Wehen Wiesbaden mit dem selbst erzielten dritten Treffer ein entscheidender Faktor.

Mit Dominik Wydra blieb überdies ein gestandener Zweitliga-Profi und Defensiv-Allrounder 90 Minuten auf der Bank. Kehren die derzeit noch verletzten Steve Breitkreuz, Louis Samson, Dennis Kempe und Malcom Cacutalua im Laufe der nächsten Monate zurück, dürfte es einen heißen und für die Leistung kaum abträglichen Konkurrenzkampf in den hinteren Reihen geben.

Gepaart mit der taktischen Flexibilität in Defensive und Offensive bieten sich Trainer Meyer, der bald wieder an der Seitenlinie stehen dürfte, viele Möglichkeiten, um seine Spielidee weiter zu verwirklichen und zu verfeinern. Eine Garantie für eine sorgenfreie Saison ist zwar auch damit nicht vorhanden, doch aktuell stehen die Chancen in dieser Hinsicht nicht schlecht.

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