Erzgebirge Aue: Bleibt die Auswärtslaterne am Millerntor?

Die beiden schwächsten Auswärtsteams der Liga treffen aufeinander

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 12.06.20 | 09:48

Jan Hochscheidt

Jan Hochscheidt traf vergangene Saison beim 2:1-Auswärtssieg am Millerntor doppelt. © imago images / Picture Point

Mit dem 1:0-Sieg am vergangenen Wochenende gegen den Karlsruher SC hat Erzgebirge Aue das Punktekonto auf 41 erhöht und damit die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt. Dass der entscheidende Dreier im eigenen Stadion eingefahren wurde, war dabei sicherlich kein Zufall. Denn 33 der bisherigen 41 Zähler verbuchten die Veilchen zu Hause, wohingegen die Auswärtsausbeute von acht Punkten aus 15 Spielen die eines Absteigers ist.

Noch aber hat die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster, der erst am fünften Spieltag mit dem 1:1 bei Holstein Kiel seinen Einstand feierte und seitdem auswärts bei fünf Unentschieden und acht Niederlagen sogar noch sieglos ist, zwei Gelegenheiten, die Auswärtsstatistik aufzubessern.

Starke Bilanz gegen St. Pauli

Bevor es am letzten Spieltag zu Jahn Regensburg geht, steht am Sonntag das Gastspiel beim FC St. Pauli an. Und dort sind die Hoffnungen auf den ersten Auswärtssieg seit dem ersten Spieltag (2:0 bei Greuther Fürth) durchaus groß. Einerseits, weil die seit vier Spielen sieglosen Kiezkicker in keiner optimalen Verfassung sind und andererseits aufgrund der Erinnerung an die jüngsten Direktduelle. Denn seit zehn Partien hat Aue nicht mehr gegen St. Pauli verloren, die letzten vier Begegnungen sogar allesamt gewonnen.

Auch am Hamburger Millerntor, wo der FCE mit vier Siegen, drei Remis und nur einer Niederlage eine bemerkenswert positive Bilanz aufweist, glückte so in der vergangenen Saison dank eines Doppelpacks von Jan Hochscheidt ein 2:1-Sieg.

Ein Sieg auf St. Pauli hätte überdies den netten Nebeneffekt, dass Aue die rote Laterne in der Auswärtstabelle direkt weiterreichen könnte. Denn auch St. Pauli reisst in der Fremde mit bisher neun Punkten aus 15 Spielen keine Bäume aus. Als Warnung sollte aber dienen, dass die Kiezkicker in 15 Heimspielen beachtliche 26 Zähler sammeln konnten.

Das Restprogramm von Erzgebirge Aue