Erzgebirge Aue: Engpass in der Defensive

Gegen Sandhausen fehlen drei weitere Abwehrspieler

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.20 | 08:18

Marko Mihojevic

Fällt mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel aus: Marko Mihojevic. © imago images / Picture Point

Die Hoffnung, den Sieg gegen den Hamburger SV (3:0) im Sachsenderby bei Dynamo Dresden bestätigen zu können, hat sich für Erzgebirge Aue nicht erfüllt. Als wäre die 1:2-Niederlage nicht schon schmerzhaft genug gewesen, sorgten die 90 Minuten von Dresden aber auch noch dafür, dass es in der Auer Defensive vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen am Samstag eng wird.

Während die langzeitverletzten Innenverteidiger Fabian Kalig und Steve Breitkreuz ohnehin weiter nicht zur Verfügung stehen, handelten sich mit Calogero Rizzuto und Tom Baumgart auch die beiden in Dresden von Beginn an aufgebotenen Außenverteidiger Sperren ein. Baumgart kassierte die fünfte gelbe Karte und Rizzuto sah kurz vor Schluss Gelb-Rot.

Zudem erlitt mit dem nach 77 Minuten ausgewechselten Marko Mihojevic ein weiterer Innenverteidiger einen kleinen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel, wie der FCE am gestrigen Dienstag mitteilte. Wie Pascal Testroet, der sich eine noch nicht näher diagnostizierte Knieverletzung zuzog, fällt auch der bosnische Abwehrspieler gegen Sandhausen definitiv aus.

Kempe und Strauß rücken ins Team

Trainer Dirk Schuster muss in seiner Hintermannschaft folglich mächtig umbauen und auch noch hoffen, dass der zuletzt mit einer Fußprellung angeschlagene Sören Gonther uneingeschränkt zur Verfügung steht.

Klar dürfte sein, dass Dennis Kempe links und John-Patrick Strauß auf der rechten Seite die defensiven Außenbahnen übernehmen werden. In der Innenverteidigung wären Jacob Rasmussen und ein fitter Gonther gesetzt. Als deren Mittelmann in einer Dreierkette böte sich Louis Samson an. Malcolm Cacutalua, der nach einer Ellenbogenverletzung in Dresden wieder im Kader stand, wäre eine weitere Option zur Komplettierung der letzten Reihe. Filip Kusic spielt derweil in den Überlegungen von Coach Schuster wohl kaum noch eine Rolle. Ebenso wenig wie Dominik Wydra, der auch im Zentrum einer Dreierkette beginnen könnte.

Eine mögliche Alternative wäre auch die bis Dezember regelmäßig praktizierte Viererkette mit Rasmussen und Gonther in der Innenverteidigung, die gleichzeitig Platz für eine zusätzliche Offensivkraft schaffen würde. Dass Schuster grundlegende Dinge verändert, ist aber eher nicht zu erwarten.