Erzgebirge Aue: Keine Sperre für Hertner

DFB hat das Verfahren eingestellt

Sebastian Hertner klärt für Erzgebirge Aue.

Sebastian Hertner (r.) sah am Freitag für ein vermeintliches Handspiel auf der Torlinie die Rote Karte. ©Imago

Aufatmen im Erzgebirge: Aues Sebastian Hertner muss nach seiner Roten Karte in der Partie bei 1860 München am Freitag (2:6) keine Sperre befürchten. Der DFB teilte am Montag mit, dass das Verfahren gegen den Linksverteidiger eingestellt wurde. Hertner hatte in der 42. Minute einen Schuss von Ivica Olic auf der Torlinie mit dem Kopf abgewehrt – Schiedsrichter Thorben Siewer hatte allerdings fälschlicherweise ein Handspiel gesehen und den 25-Jährigen vom Platz gestellt.

Wahrnehmungsfehler von Schiedsrichter Siewer (Urteilsbegründung des DFB)

Die offizielle DFB-Begründung zur Einstellung des Verfahrens veröffentlichten die „Veilchen“ auf der Vereinshomepage. Darin heißt es: „Nach Betrachtung der Fernsehbilder nach dem Spiel zusammen mit dem Schiedsrichter-Coach in der Kabine konnte Siewer feststellen, dass kein Handspiel vorlag, sondern der Ball zweifelsfrei mit dem Kopf abgewehrt wurde. Somit liegt ein Wahrnehmungsfehler von Schiedsrichter Siewer vor.“

Zwar bringt dieses Urteil den Erzgebirglern im Nachhinein auch keine Punkte mehr, dennoch dürften sie in Aue froh sein, dass es nicht auch noch zu einer Sperre für Hertner gekommen ist. Dieser kann somit beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am kommenden Freitag eingesetzt werden.