Erzgebirge Aue: Kommt noch ein Torhüter?

Vereinsloser Back-Up vorstellbar

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Montag, 06.07.20 | 15:19
Daniel Haas und Sascha Kirschstein

Sind derzeit vereinslos. Der ehemalige Unioner Daniel Haas (l.) und der frühere Auer Sascha Kirschstein. ©Imago

Nach der Schock-Diagnose bei Martin Männel, der mindestens bis zum Jahresende wegen einer Ellenbogen-Verletzung ausfällt, könnte der FC Erzgebirge Aue ein Torhüter-Problem bekommen. Zwar steht in Robert Jendrusch eine talentierte Nummer zwei parat, doch der Mann aus dem eigenen Nachwuchs verfügt über keinerlei Erfahrung. Dahinter sieht’s ebenfalls mau aus.

Die Nummer drei des FCE, Maik Ebersbach, verfügt nur über Regionalliga-Erfahrung. Die Verantwortlichen um Trainer Pavel Dotchev werden in den kommenden Spielen zwar Jendrusch das Vertrauen schenken, den Markt mit verfügbaren Torhüter aber sicher im Blick haben.

Haas, Kirschstein und Ratajczak auf dem Markt

Aufgrund der Ende August geendeten Transfer-Phase kämen nur vertragslose Schlussmänner in Frage. Des weiteren sollten sie über Zweitliga-Erfahrung verfügen und kein Problem mit der Ersatz-Rolle haben. Dies trifft zum Beispiel auf Daniel Haas zu. Der langjährige Torwart von Union Berlin verließ die Eisernen im Sommer und steht seitdem ohne Vertrag da. Zuletzt hielt sich Haas bei Hertha BSC II fit.

Ebenfalls ohne Verein ist ein alter Bekannter. Sascha Kirschstein, der von 2013 bis 2015 15-mal das Tor der Aue hütete und danach in die rumänische Liga wechselte, würde ins Anforderungsprofil passen und könnte mit seiner Erfahrung den jungen Jendrusch pushen. Viel Zweitliga-Erfahrung brächte auch Michael Ratajczak mit. Der 34-Jährige stand vergangene Saison 33-mal bei Zweitliga-Absteiger MSV Duisburg im Tor und verließ die Zebras im Sommer, hat jedoch keinen neuen Verein gefunden.