Erzgebirge Aue: Pokal-Aus als nächster Warnschuss

Pleite in Ulm unterstreicht den Verstärkungsbedarf

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 13.09.20 | 09:26
Philipp Zulechner

Philipp Zulechner hatte in Ulm die Auer Führung auf dem Fuß. © imago images / Picture Point

Eine Woche vor dem Zweitliga-Auftakt bei den Würzburger Kickers schrillen bei Erzgebirge Aue die Alarmsirenen. Nachdem schon das finale Testspiel gegen Dynamo Dresden verloren worden war, bedeutete nun das 0:2 beim SSV Ulm 1846 in der ersten Runde das ebenso frühe wie bittere Aus im DFB-Pokal. Bitter auch deshalb, weil dem FCE dadurch alleine in Runde zwei Einnahmen in Höhe von rund 350.000 Euro entgehen, die äußerst hilfreich gewesen wären, um den Wunsch von Trainer Dirk Schuster nach Verstärkung zu erfüllen.

Trainer Dirk Schuster zeigte sich in seinem offiziellen Statement zur Partie enttäuscht darüber, dass seine Mannschaft es nicht verstanden habe, einen „kompakten und aggressiven Gegner zu bremsen und unseren Fußball aufzuziehen.“ Schuster beklagte überdies zu viele Fehler und fehlendes Tempo bei eigenem Ballbesitz, während der Coach damit haderte, dass Philipp Zulechner nach einer halben Stunde die „Riesenchance“ zur Führung ausließ, ehe das Schicksal seinen Lauf nahm.

Zu harmlos im Spiel nach vorne

Schuster stimmte mit der allgemeinen Meinung überein, dass die Niederlage beim Regionalligisten letztlich verdient war und dürfte bei der für den heutigen Sonntag um 10 Uhr anberaumten Analyse mit der Mannschaft klare Worte finden: „Es ist notwendig, den Finger in die Wunde zu legen und Lösungsvorschläge zu bringen, wie wir es künftig besser machen können.“

„ Es ist notwendig, den Finger in die Wunde zu legen. ”
Dirk Schuster

Freilich betonte der erfahrene Fußball-Lehrer auch, dass es kommende Woche in Würzburg schwierig werde, sollten erneut einige Spieler nicht in Normalform agieren. Ob bis zum Gastspiel beim unterfränkischen Aufsteiger Verstärkung zum Kader stößt, ist unterdessen offen.

Die Leistung von Ulm allerdings bestätigte Schuster in seiner Forderung nach neuem Personal insbesondere für die Offensive, die über weite Strecken gegen ein zwei Klassen unterhalb spielenden Gegner viel zu harmlos blieb und nach 90 Minuten nur auf magere acht Torschüsse kam.