Erzgebirge Aue: Schuster ändert wenig – und doch viel

Nazarov lobt Intensität im Training

Dimitrij Nazarov.

Hatte gegen Kiel die Vorentscheidung auf dem Fuß: Dimitrij Nazarov. ©imago images/Karina Hessland

Erst am vergangenen Montag übernahm Dirk Schuster das Traineramt bei Erzgebirge Aue. Dass dieser in Anbetracht der kurzen Vorbereitung auf den gestrigen Gegner Holstein Kiel und der zuvor ordentlichen Ausbeute von sieben Punkten nicht sofort alles auf links krempeln würde, kam daher wenig überraschend.

Schuster schenkte zwar dem gleichen Personal das Vertrauen, das unter Interimstrainer Marc Hensel dem VfB Stuttgart ein 0:0 abgetrotzt hatte, änderte aber das System. Statt mit einer Fünfer- verteidigten die Veilchen mit einer Viererkette. Fabian Kalig rückte auf die Position des Rechtsverteidigers, dafür durfte Tom Baumgart wieder im rechten Mittelfeld ran.

Mehr Mut unter Schuster

„Ich bin erst wenige Tage da, da konnten wir noch nicht viel verändern. Wir nutzen die Zeit, damit ich die Mannschaft noch besser kennenlernen kann und sie mich“, erklärte Schuster seine Entscheidung nach dem 1:1 im Kicker (Ausgabe vom 02.09.2019).

Trotz des gleichen Personals präsentierten sich die Veilchen an der Förde wesentlich entschlossener. Der zuletzt gewählte destruktive Spielansatz musste einem mutigeren weichen, der die Störche phasenweise vor große Probleme stellte. Hätte KSV-Torhüter Dominik Reimann beim Strafstoß von Dimitrij Nazarov im zweiten Durchgang nicht die richtige Ecke geahnt, wäre das Debüt von Schuster wohl mit drei Punkten belohnt worden.

Wir legen jetzt eine ganz andere Intensität an den Tag. (Dimitrij Nazarov)

„Wir legen jetzt eine ganz andere Intensität an den Tag, sodass der eine oder andere jetzt öfters nach dem Training in die Eistonne muss. Harte Arbeit wird am Ende auch belohnt“, lässt sich Nazarovs Fazit nach einer Woche auch als kleiner Seitenhieb auf Ex-Trainer Daniel Meyer und dessen Trainingsgestaltung interpretieren.

In den kommenden beiden Wochen dürfte die Eistonne im Erzgebirge an Belastungsgrenzen stoßen. Durch die Länderspielpause hat Schuster zwei volle Trainingswochen, seine Mannschaft weiter mit seinen Vorstellungen vertraut zu machen und auf das nächste Spiel vorzubereiten. Mitte September kommt dann der VfL Osnabrücks ins Erzgebirge.

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