Erzgebirge Aue: Strauß-Ersatz gesucht

Dirk Schuster muss experimentieren

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 30.11.2020 | 13:03
John-Patrick Strauß flankt gegen Sandhausen.

Auf John-Patrick Strauß muss Aue am nächsten Wochenende verzichten. ©imago images/foto2press

In seinem dritten Jahr bei Erzgebirge Aue gehört John-Patrick Strauß zu den Dauerbrennern. An acht der ersten neun Spieltage stand der Nationalspieler der Philippinen in der Startformation, wird von Trainer Dirk Schuster offenkundig auf Grund seiner Vielseitigkeit geschätzt. Zuletzt war der 24-Jährige als Rechtsverteidiger in der Viererkette gesetzt.

Dort wird Schuster ihn am Sonntag gegen Jahn Regensburg allerdings nicht aufbieten können: Beim 4:1-Erfolg über Sandhausen sah Strauß gelb-rot und wird somit das Heimspiel verpassen. Mit Calogero Rizzuto steht zwar ein weiterer Rechtsverteidiger zur Verfügung, den Deutsch-Italiener setzt Schuster allerdings bevorzugt auf der linken Seite ein.

Baumgart eine Option

Sollte Schuster gegen Regensburg bei der Viererkette bleiben und Rizzuto dort weiterhin auf links aufbieten, wird er also auf rechts experimentieren müssen. Tom Baumgart könnte hier eine Option darstellen.

Der Mittelfeldspieler ist von Hause aus zwar etwas offensiver, beackerte aber bereits die rechte Außenbahn, während Aue noch mit einer Dreierkette agierte und die Flügelpositionen dabei auch defensiv gefordert wurden. Offensivdrang zeichnete allerdings bislang auch Strauß aus, sodass die „Rückversetzung“ von Baumgart gar nicht so offensiv wäre, wie sie auf den ersten Blick erscheint.

Der Lieblingsgegner kommt

Möglich wäre allerdings auch, Rizzuto auf rechts zu ziehen und links einem Spieler die Chance zu geben, der bislang noch keine große Rolle spielte. Die Rede ist von Gaetan Bussmann, der nach seinem Vier-Minuten-Debüt gegen Hannover zuletzt zwei Mal auf der Bank saß und damit gegenüber Sascha Härtel, dem zweiten Linksverteidiger im Kader, die Nase vorne hat.

Unabhängig von Schusters Entscheidung wird Aue allerdings einen Lieblingsgegner im Erzgebirge begrüßen: In den letzten drei Spielzeiten setzten sich die „Veilchen“ bei einem Remis fünf Mal gegen Regensburg durch.