Erzgebirge Aue: Was wurde aus den Abgängen 2020?

So läuft es für Kempe, Rasmussen & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 27.10.2020 | 12:02
Dennis Kempe (r.) im FCE-Dress.

Nach drei Jahren im Erzgebirge zog es Dennis Kempe im Sommer in den Taunus. ©imago images/Picture Point

Zwölf Spieler kehrten Erzgebirge Aue den Rücken, darunter auch Stammspieler, welche die „Veilchen“ gerne gehalten hätte. Wohin es die Ex-Spieler verschlagen hat und wie es für Sie bei ihren neuen Klubs läuft, haben wir für Euch auf einen Blick aufbereitet.

Dominik Wydra
Nachdem der Verteidiger unter Dirk Schuster ins zweite Glied rückte, löste er seinen ursprünglich noch einen Jahr gültigen Vertrag im Erzgebirge auf. Der Österreicher blieb der 2. Bundesliga aber erhalten und schloss sich Eintracht Braunschweig an. Beim Aufsteiger nimmt der 26-Jährige wieder eine gewichtigere Rolle ein und ist in der Dreierkette gesetzt.

Nicolas Sessa
Nach nur zwei Liga-Einsätzen kehrte Sessa zurück in die 3. Liga und schloss sich dort dem FCK an. Während die „Roten Teufel“ nach einem katastrophalen Saisonstart früh im Abstiegskampf stecken, musste der quirlige Spielmacher aber zuschauen: Eine in der Vorbereitung erlittene Knieverletzung verhinderte bislang einen Einsatz.

Robert Herrmann
Nachdem der Linksfuß bereits die Vorsaison auf Leihbasis in Würzburg verbrachte, wechselte er nach dem Aufstieg fest an den Dallenberg. Dort belebt er zwar die linke Außenbahn, befindet sich mit den Kickers aber mitten im Kampf um den Klassenerhalt und soll dabei mit seiner Erfahrung vorangehen.

Robert Jendrusch
An Martin Männel ist im Erzgebirge bekanntlich so gut wie kein Vorbeikommen, das musste auch das Eigengewächs erfahren. Nach lediglich elf Pflichtspielen in fünf Jahren wechselte er erstmals in seiner Karriere den Klub und schloss sich dem FC Ingolstadt an. Auch an der Donau ist der Keeper aber nur die Nummer zwei und muss sich hinter Stammkeeper Fabijan Buntic einsortieren.

Paul Horschig
Im Sommer 2019 schloss sich der zentrale Mittelfeldspieler auf Leihbasis Regionalligist Auerbach an und war dort gesetzt, nach einem Jahr folgte die feste Verpflichtung. Horschig gehört weiter zum Stammpersonal und ist als Stabilisator gefragt: Auf Rang 15 liegend kämpft der VfB in der Nordost-Staffel um den Klassenerhalt.

Dennis Kempe
Der Routinier ist bei seinem neuen Klub Wehen Wiesbaden als Führungsspieler eingeplant und füllt diese Rolle mit Leistung aus. Bei den Hessen ist Kempe als Linksverteidiger gesetzt, verpasste an den ersten sieben Spieltagen keine einzige Minute und bewies mit vier Vorlagen, dass er auch offensiv noch ein Faktor sein kann.

Filip Kusic
Der Innenverteidiger war nach seinem Vertragsende im Erzgebirge etwas länger auf der Suche, ist kürzlich aber fündig geworden: Kusic schloss sich dem ambitionierten Drittligisten Türkgücü München auf. Beim Aufsteiger schätzen die Verantwortlichen seine Flexibilität, die er aber erst noch in einem Pflichtspiel unter Beweis stellen muss.

Daniel Haas
Der Torhüter beendete seine Karriere im Sommer endgültig, hatte dafür aber bereits vorgesorgt. Im Winter übernahm er als Nachfolger von Max Urwantschky das Torwarttraining, diese Rolle füllt der 37-Jährige, der im Vorjahr noch als Nummer Drei auf Stand-by stand, nun hauptberuflich aus.

Christoph Daferner
Der Angreifer war für eine Spielzeit vom SC Freiburg geliehen, im Sommer ging es eine Etage weiter nach unten zu Dynamo Dresden. Den Absteiger soll Daferner zurück in die 2. Liga schießen, was nicht so einfach ist: Mit fünf Toren in sieben Spielen hat die SGD noch nicht die optimalen offensiven Abläufe gefunden, Daferner selbst durfte erst einen Treffer bejubeln.

Njegos Kupusovic
Mit einem Treffer in sieben Minuten Einsatzzeit für Aue konnte sich die Leihgabe aus der U19 von Roter Stern Belgrad für Braunschweig empfehlen. Bei der Eintracht freute man sich über einen „hochtalentierten Stürmer“, der sich aber vorerst hinter den erfahrenen Angreifer anstellen muss. Gegen Regensburg durfte er immerhin in der Schlussphase sein „Löwen“-Debüt feiern.

Marko Mihojevic
Den Innenverteidiger hätte Aue gerne gehalten, für ihn ging es aber kurzzeitig zu Stammklub PAOK Saloniki zurück. Die Griechen gaben ihn kurz vor Transferende in die Süper Lig zu Göztepe ab, wo er sich mittlerweile einen Stammplatz erkämpft hat. Auch für den Klub läuft es, Göztepe hat es sich im Tabellenmittelfeld bequem gemacht.

Jacob Rasmussen
Auch den Dänen hätte man in Aue gerne weiterhin im Aufgebot, doch statt ins Erzgebirge ging es für den Verteidiger nach Arnheim. Dorthin verlieh ihn sein Stammklub Florenz, und im fitten Zustand ist der 23-Jährige in der Viererkette gesetzt. Punktgleich mit Tabellenführer Ajax Amsterdam spielt Vitesse zudem eine äußerst überzeugende Runde.